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Schumi muss erst zur Führerschein-Prüfung

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Michael Schumacher .
Michael Schumacher . © dpa

Kerpen - Bevor Michael Schumacher im Ferrari wieder Gas geben kann, muss er erst zur Führerschein-Prüfung. Seine Rennlizenz für die Formel 1 ist abgelaufen.

Michael Schumacher braucht für sein Comeback einen neuen Formel-1-Führerschein. Wie eine Sprecherin des Internationalen Automobilverbandes FIA am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa erklärte, läuft die sogenannte Superlizenz am Ende eines Jahres jeweils aus. Schumacher absolvierte sein bis dato letztes Rennen am 22. Oktober 2006 in Sao Paulo.

Vom Abschied zum Comeback - das sagte Schumi

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In den Regularien der FIA ist im Appendix L, Artikel 5 exakt festgehalten, an welche Bedingungen die Erteilung einer Superlizenz, die zur Startberechtigung in der Formel 1 führt, geknüpft ist. Abgesehen davon, dass in roten Lettern vermerkt ist, dass der Weltrat der FIA , unterstützt von der Sicherheitskommission, auch in Ausnahmefällen die Lizenz vergeben kann, ist das für Schumacher gar nicht notwendig.

Unter 5.1.2 a) steht, dass einem Piloten die Superlizenz erteilt wird, wenn er in den vorhergehenden drei Jahren mindestens 15 Rennen absolviert hat. Dies trifft auf Schumacher zu. In seiner bis dato letzten Formel-1-Saison bestritt der mittlerweile 40-Jährige 2006 alle 18 Rennen. Beantragt werden muss die Superlizenz vom Nationalen Verband Italiens mindestens 14 Tage vor dem Grand Prix.

Training mit der Nackenmuskulaturmaschine

Schumacher bereitet sich intensiv auf sein Formel-1-Comeback für Ferrari beim Großen Preis von Europa in Valencia vor. “Michael trainiert mit seiner alten Nackenmuskulaturmaschine“, sagte Schumacher-Sprecherin Sabine Kehm der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag. Der 91-malige Grand-Prix-Sieger aus Kerpen trainiere jeden Tag.

Trotz des Testverbotes gibt es eventuell eine Möglichkeit für den inzwischen 40 Jahre alten Rennfahrer, sich auf den WM-Lauf am 23. August in einem Boliden vorzubereiten. Ferrari prüft, ob Schumacher im Einklang mit dem Reglement ein paar Kilometer mit einem Vorjahres-Auto absolvieren darf.

Derweil wird sich Michael Schumacher aufgrund des Testverbots in der Formel 1 im FIAT-Simulator nahe Turin vorbereiten. Das berichtete “La Gazzetta dello Sport“ am Donnerstag. Bis zum Rennen am 23. August hat der 40-Jährige nicht viel Zeit. Im neuen F60 ist der Kerpener, der am 22. Oktober 2006 sein bis dato letztes Formel-1-Rennen bestritt, noch nie gefahren. Aufgrund der Sparmaßnahmen wurden vor dieser Saison die Tests während der WM-Runde verboten.

Untersuchungen dauern Tage

Die Untersuchungen von Michael Schumachers Fitness für das Formel-1-Comeback werden einige Tage in Anspruch nehmen. Das erklärte der Chefarzt der Sportklinik in Bad Nauheim, Dr. Johannes Peil. Das Team um den Mediziner betreut Schumacher bereits seit neun Jahren. “Wenn Michael nicht so hart in all den vergangenen Monaten gearbeitet hätte, wäre das alles gar nicht möglich“, attestierte Peil dem 40- Jährigen, der ohnehin als Fitness-Fanatiker gilt.

Letztlich wird Peil mit seinem Team dem Rekordweltmeister endgültig Grünes Licht geben, wenn alle Untersuchungen erfolgreich abgeschlossen wurden. Schumacher plant seine Rückkehr in den Ferrari für den Großen Preis von Europa am 23. August als Ersatz für den verunglückten Felipe Massa.

dpa

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