F1-Star verzichtet auf Gehalt

Sebastian Vettel: Wohl Mega-Einbußen bei Gehalt - Schnappt sein neuer Rennstall Red Bull das Design-Genie weg?

Sebastian Vettel hat ein neues Team für die nächste Saison gefunden. Seine Zukunft in der Formel 1 ist damit gesichert. Laut eigener Aussage war er dem Karriereende nahe.

  • Sebastian Vettel wird Ferrari am Saisonende verlassen.
  • Der viermalige Weltmeister hat ein neues Team in der Formel 1 gefunden.
  • Er unterschreibt bei Aston Martin.

Update vom 13. September, 8.37 Uhr: Sebastian Vettel wechselt zu Aston Martin. Die Kombination aus dem Rennstall in Silverstone und einem deutschen Fahrer hat schon bei Michael Schumacher funktioniert, als der Rennstall 1991 noch Jordan hieß.

Um Vettel zu unterstützen, könnte das ein oder andere Technik-Schwergewicht dem viermaligen Weltmeister auf die Insel folgen. Das heißeste Gerücht umrankt Red Bulls Design-Genie Adrian Newey, den Aston Martins Teambesitzer Lawrence Stoll locken soll. Beide können auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Vergangenheit zurückblicken, holten vier WM-Titel für Red Bull. Newey hat für Aston Martin das Hypercar „Valkyrie“ designt. Motorsportberater Helmut Marko wiegelte gegenüber Sport1 jedoch ab: „Adrian ist sicher bei uns unter Vertrag. Er durfte kürzlich einen seltenen Aston Martin testen und hat sich dafür bei Stroll bedankt. Mehr nicht.“

Sebastian Vettel: Vertragsdetails bei Aston Martin offenbar enthüllt - wohl Mega-Einbußen bei Gehalt

Update vom 11. September, 9.45 Uhr: Sebastian Vettel geht in der kommenden Saison in der Formel 1 für Aston Martin an den Start. Zur Vertragslaufzeit schweigen sowohl der viermalige Weltmeister aus auch der Nachfolge-Rennstall von Racing Point. „Über Verträge redet man nicht in der Öffentlichkeit“, so Vettel. In der Pressemitteilung hieß es nur: „Sebastian Vettel unterschreibt für 2021 und darüber hinaus.“ Laut Bild ist die Sache klar. Am Ende einer Saison wollen sich beide Parteien zusammensetzen und über eine weitere Zusammenarbeit entscheiden.

Der 33-Jährige will vorne mitfahren, am besten um den Titel. Für weniger will sich der Heppenheimer nicht mehr ins Cockpit setzen, Seuchen-Jahre wie zuletzt im Ferrari will Vettel nie wieder durchleben. „Das Team hat riesiges Potenzial und jetzt auch erstmals ähnlich viel Geld wie die anderen Teams. Mercedes zu schlagen ist erst mal nicht realistisch, aber wir wollen in der nahen Zukunft gute Ergebnisse einfahren – und in der fernen Zukunft sieht man weiter“, erklärte Vettel.

Formel-1-Knall: Vettel verzichtet für Aston Martin auf Gehalt

Vettel will unbedingt zurück auf den Formel-1-Thron, dazu ist er sogar zu Gehaltseinbußen bereit. Vettel soll gut 15 Millionen Euro Grundgehalt einstreichen, das ist nur gut ein Drittel von dem, was er bei Ferrari kassiert hat. Immerhin muss sein neuer Rennstall auch noch rund zehn Millionen Euro Abfindung für Sergio Perez hinlegen, der trotz Vertrags bis 2022 gehen muss. Geld ist bei Aston Martin vorhanden. Der kanadische Milliardär Lawrence Stroll, dessen Sohn Lance Teamkollege von Vettel wird, pumpt als Miteigentümer fast 300 Millionen Euro in den Rennstall.

Update vom 10. September, 18.45 Uhr: Sebastian Vettel wollte sich nicht über die Laufzeit seines neuen Formel-1-Vertrags mit Aston Martin äußern. Laut der Bild gibt es auch gar keine konkrete Laufzeit. Die Zeitung beruft sich auf eigene Quellen. Demnach wollen sich der Nachfolge-Rennstall von Racing Point und der viermalige Weltmeister ab 2021 immer am Ende eines Jahres verständigen, ob sie die am Donnerstag geschlossene Zusammenarbeit fortsetzen. Eine Bestätigung für dieses Vorgehen gibt es nicht.

Formel-1-Knall: Vettel verlässt Ferrari - Klartext-Ansage über Wechsel zu Aston Martin

Update vom 10. September, 18.45 Uhr: Nach monatelangen Spekulationen um die Zukunft von Noch-Ferrari-Pilot Sebastian Vettel herrscht nun Gewissheit. Der 33-Jährige Heppenheimer wechselt 2021 zum neuen Team Aston Martin, das bisher aus Racing Point an den Start ging. Der Deutsche brach auf der Pressekonferenz am Donnerstag sein langes Schweigen und erklärte die Beweggründe für seinen Wechsel ausführlich.

Vettel ist dabei die Erleichterung sowie die Vorfreude auf die kommende Saison anzumerken. „Das Comeback von Aston Martin ist eine der spannendsten Geschichten, die der Formel 1 passieren konnte. Und es ist großartig, ein Teil davon zu sein.“, so der viermalige Weltmeister, der aktuell auf der Suche nach seiner Form ist. „Erstmals“ habe der Rennstall „ im kommenden Jahr das gleiche Geld zur Verfügung wie die Gegner. Und kann dann endlich zeigen, was es wirklich drauf hat.“

Sebastian Vettel über seinen Wechsel zu Aston Martin: „Bin froh, dass es jetzt raus ist“

Vettel zeigte sich sofort selbstbewusst und meinte: „Für das nächste Jahr sind sie in einer starken Position. Ich bin es gewohnt, weiter vorne mitzufahren und das Team gibt mir die Chance, sie wachsen, während andere schrumpfen müssen.“ Der ehemalige Serien-Champion will offenbar mit seinem neuen Team etwas erreichen. „Ich glaube, das Team hat riesiges Potenzial. Ich will helfen, dass man sieht, dass diese Qualitäten da sind.“

Der Schritt zu Aston Martin fiel Vettel jedoch recht schwer, wie er berichtete. „Ich habe mir in den letzten Wochen und Monaten viele Gedanken gemacht, aber das ist das Beste für mich. Ich bin froh, dass es jetzt raus ist und dass die Fragen aufhören. Ich bin gespannt auf das, was kommt“, wird der erleichterte Pilot von Bild zitiert. „Es war keine einfache Entscheidung, es war eine neue Situation für mich“, fügt er hinzu.

Viele Stimmen sprachen von einem Karriereende, Vettel selbst gab zu, auch ans Aufhören gedacht zu haben. Auf die Frage, wie nahe er vor einem Rücktritt stand, antwortete er: „Nah. Ich hatte viele Gedanken, und ich musste ja das tun, was am besten für mich ist. Mittlerweile bin ich aber überzeugt, dass genau dieser Schritt der richtige ist. Und ich freue mich darauf, das zu beweisen“, erklärte er. Eine Frage blieb jedoch unbeantwortet: Zur Laufzeit des Vertrags bei Aston Martin gab keine Partei eine Auskunft. „Über Verträge spricht man nicht", kommentierte der Hesse.

Sebastian Vettel macht Wechsel offiziell - Ferrari meldet sich prompt zu Wort „Lass uns das beenden...“

Update vom 10. September, 11.15 Uhr: Auch Sebastian Vettels aktueller Rennstall meldete sich auf seinen sozialen Kanälen zu Wort. Die Scuderia Ferrari ist erfreut, dass ihr Pilot der Formel 1 auch im nächsten Jahr erhalten bleibt. „Glücklich zu wissen, dass du auch nächstes Jahr dabei bist!“, schrieb die Scuderia am Donnerstag vor ihrem 1000. Formel-1-Rennen in Mugello. Ferrari hatte im Mai die Trennung von Vettel nach sechs Jahren zum Ende dieser Saison verkündet. „Lass uns das beenden, indem wir zusammen unser Bestes geben.“

Update vom 10. September, 9.25 Uhr: Auf einmal ging es ganz schnell! Sebastian Vettel wird der Formel 1 erhalten bleiben. Er unterschreibt bei Aston Martin. Das bestätigte das Team, das bislang noch unter dem Namen Racing Point startet, am Donnerstag im Vorfeld des Rennens im italienischen Mugello. Auch Michael Schumacher fuhr schon einmal für den Rennstall.

Erst am Mittwoch hatte der Mexikaner Sergio Perez seinen Abschied vom Rennstall bekanntgegeben. Vettel übernimmt nun sein Cockpit. Vettel sagte zum Wechsel: „Es ist ein neues Abenteuer für mich mit einem wahrhaft legendären Autobauer. Ich trage noch so viel Liebe für die Formel 1 in mir, und meine einzige Motivation ist es, an der Spitze des Feldes zu fahren.“

Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer ist glücklich über den Coup. „Ich kann mir keinen besseren Fahrer vorstellen, der uns auf dem Weg in diese neue Ära helfen könnte. An einem Samstag- oder Sonntagnachmittag ist Sebastian einer der Besten auf der Welt. Er wird eine entscheidende Rolle spielen, das Team auf das nächste Level zu heben.“

Formel 1: Sebastian Vettel wechselt zu Aston Martin - und soll Gesicht des Teams werden

Der Wechsel zu Aston Martin hatte sich bereits angedeutet. Vettel war mehrmals mit Teamchef Szafnauer gesichtet worden, einmal fuhr er sogar in dessen Auto mit. Vettel soll Gesicht und Botschafter für Aston Martin werden.

In dieser Saison erlebt er bisher den blanken Horror mit Ferrari, fährt von einem Desaster ins nächste. In Monza versagten die Bremsen seines Wagens, er musste das Rennen aufgeben. Auch für das kommende Wochenende in Mugello gibt es kaum Hoffnung auf Besserung. Der Heppenheimer kann die verbleibenden neun Rennen nun aber entspannt und ohne Druck angehen.

Formel 1: Sebastian Vettel vor Unterschrift bei Racing Point

Erstmeldung vom 9. September: Mugello - Sebastian Vettel wird Ferrari am Saisonende verlassen. Der Heppenheimer wurde mit mehreren Teams in Verbindung gebracht. Die heißeste Spur führte zum Team Racing Point. Der Rennstall des Milliardärs Lawrence Stroll geht in der nächsten Saison unter dem Namen Aston Martin an den Start.

Bei Racing Point fahren in dieser Saison die Piloten Sergio Perez und Lance Stroll, der Sohn des Besitzers des Teams. Beide haben noch einen Vertrag für die nächste Saison. Perez musste zwischenzeitlich aufgrund eines positiven Corona-Befunds von dem Deutschen Nico Hülkenberg vertreten werden. Stroll ließ beim letzten Rennen in Monza mit seinem dritten Platz aufhorchen.

Formel-1-Hammer: Perez verlässt Racing Point - Weg für Vettel frei?

Jetzt könnte der Weg für Sebastian Vettel zu Aston Martin frei sein. Sergio Perez veröffentlichte auf seinem Twitter-Account einen Abschiedsbrief und wird das Team nach sieben gemeinsamen Jahren verlassen. „Es tut schon ein bisschen weh, weil ich in sehr schwierigen Zeiten auf das Team gesetzt habe. Wir haben gemeinsam große Hindernisse überwunden und ich bin sehr stolz darauf, dass wir die Jobs von etlichen meiner Teamkollegen gerettet haben“, blickte Perez zurück.

Damit erinnert der Mexikaner an die letzten Atemzüge von Force India, als er das Team vor der Schließung rettete. Er habe keinen Plan B und seine Zukunft in der Formel-1 hänge davon ab, dass er ein neues motivierendes Projekt finde. Auch Racing Point bestätigte die Trennung von Perez zum Jahresende. „Er ist einer der komplettesten Fahrer im Feld. Wir hatten zusammen einige fantastische Momente“, so Teamchef Otmar Szafnauer.

Formel 1: Sebastian Vettel steht bei Aston Martin in den Startlöchern

Perez‘ Nachfolger im kommenden Jahr bei Aston Martin könnte nun Sebastian Vettel werden. Der Heppenheimer war erst kürzlich mit Racing-Point-Chef Otmar Szafnauer im engen Austausch gesehen worden. Die Gazzetta dello Sport will bereits Vertragsdetails erfahren haben: Demnach soll Vettel einen Dreijahres-Vertrag unterschreiben und rund 15 Millionen pro Jahr verdienen. Zudem will man Vettel als Markenbotschafter engagieren - der deutsche Automarkt ist für Aston Martin enorm wichtig.

Damit könnte Vettel schon bald wieder ein neues Team gefunden haben, obwohl ein Motorsport-Experte in einem Offenen Brief seinen Rücktritt forderte.

Unterdessen könnte Mick Schumacher, Sohn des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher in den Ferrari steigen.

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