Stimmen zum Großen Preis der Toskana

Formel 1 in Mugello: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel am Boden - „Nicht viele Autos, die langsamer waren“

Fährt ab 2021 für Aston Martin: Sebastian Vettel.
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Landete in Toskana auf dem 10. Platz: Sebastian Vettel.

In Mugello ereignete sich ein verrücktes Rennen, das mit drei Unfällen auskommen musste. Am Ende sicherte sich Hamilton den Sieg, Vettel enttäuschte erneut.

  • Beim Großen Preis der Toskana gab es einen Favoriten-Sieg, ein Fahrer feierte sein Podiums-Debüt.
  • Sebastian Vettel musste sich erneut nach der schlechten Leistung stellen.
  • Vettels Noch-Teamchef Mattia Binotto fällte ein hartes Urteil über das Projekt Ferrari.

Mugello - Beim neunten Rennen der laufenden Formel-1-Saison im italienischen Mugello konnte Lewis Hamilton nach seinem schwächeren Auftritt in Monza erneut seine Klasse beweisen und holte seinen 90. Grand-Prix-Sieg. Hinter ihm landete sein Teamkollege Valtteri Bottas, für die Überraschung des Tages sorgte Red-Bull-Fahrer Alexander Albon, der sich mit dem 3. Platz seinen ersten Podiumsplatz sicherte.

Die beiden Ferrari-Piloten waren zwar nicht unter den sieben Fahrern, die das Feld vorzeitig aufgrund von Unfällen auf der Strecke verlassen mussten, dennoch enttäuschten sie ein weiteres Mal auf italienischem Boden. Sebastian Vettel landete auf Platz 10, Charles Leclerc immerhin auf acht.
Die Stimmen zum Rennen:

Alexander Albon (Red Bull) über...

...das Rennen und seinen ersten Podiumsplatz: „Es war gut, es hat ein bisschen gedauert , es war echt hart und ich musste viel arbeiten. Das war ein hartes Rennen mit den Unfällen.“

...die Strecke: „Es war eigentlich okay, habe es etwas schlimmer erwartet. Ich glaube da ist mehr Adrenalin durch meinen Körper gefahren als zuvor“.

Valtteri Bottas (Mercedes) über...

...seinen zweiten Platz: „Es ist enttäuschend, ich hatte erst ein super Start für mich ins Rennen. Es schien so, als hätte ich keine Gelegenheiten, Lewis anzugreifen und beim zweiten Start habe ich gegen ihn verloren.“

...das, was noch besser laufen muss: „Ich werde immer weiter pushen und versuchen, mich zu verbessern. Ich habe einige Qualifyings verloren dieses Jahr, da ist die erste Sachen, am der ich arbeiten sollte.“

Lewis Hamilton (Mercedes) über...

...den Renntag: Es waren mehrere Rennen an einem Tag. Diese Strecke ist der Hammer, dazu war es heiß. Das war wirklich hart. Mein Herz rast immer noch.“

...seinen nächsten Großen Preis: „Es ist verrückt, hier zu stehen und 90 Siege bei einem Grand Prix vorweisen zu können.“

Sebastian Vettel (Ferrari) über...

...das schwache Rennen von Ferrari: „Heute war natürlich viel los, aber das werden alle sagen. Es gab heute nicht viele Autos, die langsamer waren als wir. Das ist natürlich bitter. Wir hatten keine Geschwindigkeit, das war alles, was geht. Das ist ernüchternd, phasenweise war sogar der Williams schneller.“

...die Ausbeute des Wochenendes: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr abstauben als nur einen Punkt, aber mehr war am Ende nicht drin“

...die Gründe für das Ergebnis: „Wir haben nicht die Pace gehabt. Das war alles, was geht. Mit dem Engine Modes, die nun gleichgeschaltet sind, ist das unser Maximum, da ist schon ernüchternd. Wir hatten nach den ersten Runden keinen Grip, um zu attackieren.“

...das nächste Rennen in Sotschi: „In Sotschi bekommen wir wieder ein paar neue Teile, wir hoffen, dass es besser wird.“

...seinen Rennwagen: „Das Auto war schwer zu fahren und wir hatten nicht das Tempo, um wirklich mehr zu erreichen. Es ist eine schöne Strecke. Offensichtlich war es ziemlich schwer für uns. Die Balance war nicht so toll. Ich denke, man genießt es ein bisschen mehr, wenn das Auto tut, was man will.“

Toto Wolff (Mercedes-Teamchef) über...

...seinen Fahrer Hamilton, der mit seinem nächsten GP Geschichte schreiben kann: „Es ist unglaublich. Wer hätte gedacht, dass dieser Rekord einmal gebrochen wird. Michael Schumacher und seine Ära in den 2000er-Jahren war unser Vorbild.“

...Gerüchte über eine Mercedes-Übernahme, die Eddie Jordan streute: „Der Eddie liefert immer gute Headlines. manchmal geht es links vorbei. Ineos hat kein Interesse, eine Mehrheit zu kaufen. Und wir haben überhaupt nicht den Plan, dass wir etwas verändern wollen an diesem Setup. Es ist und bleibt das Mercedes-Team.“

...seinen Verbleib bei Mercedes: „So wie es aussieht, bleibe ich. Ich fühle mich dem Team und den Beteiligten sehr nahe. Nach sieben Jahren muss man überlegen, was die beste Entscheidung für die Familie ist.“

Lance Stroll (Racing Point) über...

...seinen Unfall: „Es wird immer noch analysiert, ob es sich um einen Platten handelte. Es ist noch nichts bestätigt. So kann es manchmal gehen. Ich weiß nicht genau, was passiert ist.“

Mattia Binotto (Ferrari-Teamchef) über...

...das Rennen in Mugello: „Wie sind nicht ganz so glücklich. Wir sind mit unserer Renn-Pace sehr enttäuscht, auch in den letzten Rennen. Es war nicht einfach.“

...die Gründe für den schwachen Auftritt: „Wie ich sagte, wir haben nicht die Pace, wir verschleißen die Reifen zu viel. Das ist eine einfache Erklärung. Aber man kann nicht sagen: ‚Das ist das, das müssen wir ändern.‘ Es ist das gesamte Projekt, das wir überdenken müssen.“

...das weitere Vorgehen in der Krise: „Es ist wichtig, zu beweisen, dass wir das Problem verstanden haben. Ich hoffe, dass wir das vor dem Saisonende zeigen können.“

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