Deja-Vu für den Heppenheimer

Wie bei Ferrari? Sebastian Vettel wird auch bei Aston Martin benachteiligt

Sebastian Vettel fasst seine Maske an.
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Sebastian Vettel hadert mit seinem neuen Boliden - und mit seinem Schicksal.

Das Elend scheint kein Ende zu nehmen für Sebastian Vettel. Der Neustart bei Aston Martin läuft bislang miserabel - nun erhält sein Teamkollege auch noch einen Extra-Bonus.

Portimao - Schaut man von hinten aufs Tableau, stößt man relativ schnell auf den Namen Sebastian Vettel - das ist bisher auch in dieser Saison nicht anders. Der Ex-Weltmeister fährt im Aston Martin nur hinterher, so auch am dritten Rennwochenende in Portugal. Im zweiten freien Training auf der Strecke in Portimao belegte er nur den 15. Platz und war mehr als eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege Lance Stroll.

Vettels Statements gleichen sich mittlerweile sehr. Der Tenor: Er fühlt sich in seinem neuen Auto noch nicht wohl. „Das Auto macht noch nicht so das, was ich mir vorstelle“, sagte er frustriert, nachdem er ausstieg. Die instabile Hinterachse bereitet ihm immer wieder Kopfschmerzen, Updates sind erst für die kommenden Rennen angekündigt.

Formel 1: Vettel-Teamkollege Stroll bekommt Updates, er selbst schaut in die Röhre

Im Gegensatz zu Vettel hat Stroll bereits Updates bekommen. „Er fährt eine andere Spezifikation an diesem Wochenende, das war von vornherein klar“, bestätigte Vettel offen. Es dürfte sich für ihn wie ein Deja-Vu anfühlen, bei Ferrari wurde ebenfalls Teamkollege Charles Leclerc bevorzugt.

Obwohl jeder wusste, dass Stroll als Sohn des Teambesitzers Lawrence Stroll eine Sonderstellung genießt, lockte man den Deutschen mit dem Versprechen, anders als die Scuderia genau auf seine Bedürfnisse einzugehen. Es war einer der ausschlaggebenden Gründe, warum Vettel unterschrieben hat. Nun wird er offenbar benachteiligt.

Sebastian Vettel weiter kämpferisch - Kritik von Ralf Schumacher: „Irgendwann doof mit den Ausreden“

Trotzdem bleibt nichts anderes, als weiter hart zu arbeiten. Und Vettel gibt sich kämpferisch: „Wir können da noch ein bisschen tüfteln am Setup und am Fahrstil. Im Longrun sieht es besser aus, da finde ich einen Rhythmus. Das Potenzial ist da, wenn wir es schaffen und auch ich es schaffe, alles in eine Runde zu packen, dann sind wir da“, ist er überzeugt.

Video: Fragen und Antworten zum Großen Preis von Portugal

Formel-1-Experte Ralf Schumacher kritisiert den 33-Jährigen. „Wenn der Teamkollege im Verhältnis besser ist, dann ist es irgendwann auch mal doof mit den Ausreden“, sagte er bei Sky. „Reinsetzen, Vollgas geben und Spaß haben. Es wäre schade, wenn er selbst zu sehr verzweifelt.“

Läuft es im Qualifying und im Rennen vielleicht sogar schon besser? Wir begleiten das Rennwochenende im Live-Ticker. (epp)

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