Tradition dank Bernie Ecclestone

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Monsiha Kaltenborn ist Teamchefin beim Formel-1-Team Sauber.

München - Monisha Kaltenborn ist nicht nur Teamchefin des Sauber-Teams, sondern auch tz-Kolumnistin. In ihrer Experten-Kolumne erklärt sie, warum Bernie Ecclestone ihr den Weg in die Formel 1 geebnet hat.

Als Kind wollte ich Astronautin werden. Damals habe ich noch nicht an die Formel 1 gedacht. Dabei, so denken die meisten, ist für eine Frau ein Job in der Formel 1 genauso exotisch, wie auf den Mond zu fliegen.

Das aber ist es nicht. Ich fühle mich voll in der Formel 1 integriert. Weil ich den Job ja gelernt habe. Denn schon 1998 musste ich über Motoren entscheiden. 2009 habe ich oft alleine am Tisch das Team vertreten, als die Trennung von BMW vollzogen war. Es ist auch nicht so, dass die Teamchefs bei unseren FOTA-Meetings ihre Sprache wegen mir grundlegend ändern müssen. Eigentlich haben Frauen in der Formel 1 Tradition.

Dafür hat Bernie Ecclestone gesorgt. Der hat schon immer wichtige Positionen mit Frauen besetzt. Ich glaube, dass er erkannt hat, dass Frauen oft Entscheidungen unemotionaler treffen können als Männer – weil sie das Gesamtbild vor sich haben und nicht nur das eigene. Die Werte stehen bei uns im Vordergrund. Vor allem in kritischen Zeiten.

Die Formel 1 2012: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Im Normalfall muss eine Chefin Entscheidungen delegieren können. Es gibt aber Situationen, in denen ich als Vorgesetzte der Geschäftsleitung direkt eingreifen muss, etwa bei der Frage der Finanzierbarkeit.

Ganz wichtig ist es, die Ruhe und den Überblick bewahren zu können, in seinem Verhalten konsequent zu sein, entscheiden zu können und die Verantwortung für diese Entscheidungen zu tragen. Fast noch wichtiger ist, den fairen und konsequenten Umgang mit Menschen zu bewahren, Bescheidenheit als Tugend zu sehen und die Fähigkeit zu haben, aus Fehlern zu lernen.

Monisha Kaltenborn

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