Vettel startet in Bahrain von der Pole

+
Sebastian Vettel verwies die Konkurrenten in die Schranken.

Sakhir - Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel startet beim Großen Preis von Bahrain am Sonntag von der Pole Position. Nico Rosberg wurde Fünfter, für Michael Schumacher lief es nicht ganz so gut.

Die erste Pole Position dieses bisher so frustrierenden Jahres feierte Sebastian Vettel wie einen Sieg. „Yes, Baby, wir habens gepackt“, schrie der Formel-1-Weltmeister erleichtert in den Boxenfunk, als sein erster Startplatz für den Großen Preis von Bahrain am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) feststand. Zuvor hatte der aktuelle WM-Fünfte in den Qualifyings dieser Saison die Plätze sechs, fünf und elf belegt und dabei alle drei teaminternen Duelle gegen Mark Webber im zweiten Red-Bull-Renault verloren. Der Australier geht diesmal als Dritter hinter dem britischen WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes ins Rennen.

„Ich bin natürlich sehr glücklich. Das war ein Qualifying nach meinem und unseren Geschmack“, sagte der sichtlich erleichterte Titelverteidiger, der endlich wieder den berühmten Siegerfinger in die Luft strecken konnte. Einen besonderen Dank richtete er an seine Mechaniker: „Ich weiß nicht, wie die Jungs das machen, wochenlang mit nur zwei, drei Stunden Schlaf durchzuhalten, aber sie haben einen tollen Job gemacht. So hat dann alles zusammengepasst. Ich wusste, dass die Runde da ist, und am Ende hab ich es geschafft, sie rauszuholen.“

PS-Schönheiten: Die heißen Frauen der Rennfahrer

PS-Schönheiten: Die heißen Frauen der Rennfahrer

In 1:32,422 Minuten lag Vettel am Ende 98 Tausendstelsekunden vor Hamilton (1:32,520). Red-Bull-Berater Helmut Marko stellte zufrieden fast: „Wir sind jetzt dort, wo wir immer hinwollten.“

Nico Rosberg, der in Shanghai in der Vorwoche seinen erlösenden ersten Sieg beim 111. Start gefeiert hatte, geht nach Trainings-Bestzeiten am Freitag und am Sonntagmorgen als Fünfter (1: 32,821) ins Rennen, war aber nicht allzu frustriert. „Es ist doch auch was Schönes, dass man nach Platz fünf enttäuscht ist“, sagte er schmunzelnd: „Wir waren am Schluss einfach nicht schnell genug. Aber wir haben noch einen Satz Reifen. Deshalb bin ich guter Dinge. „ Und deshalb hat Vettel, der zum 31. Mal in seiner Karriere auf dem besten Startplatz steht, den Silberpfeil-Piloten auch weiter auf der Rechnung: „Nico schien sehr stark am Wochenende.“

Rekordweltmeister Michael Schumacher bleibt dagegen vom Pech verfolgt. Eine Woche nach dem besten Startplatz seit seinem Comeback schied der Mercedes-Pilot, der erst einen WM-Punkt auf dem Konto hat, gleich in der ersten Qualifikations-Runde aus. Durch die Rückversetzung des Venezolaners Pastor Maldonado um fünf Plätze wegen eines Getriebewechsels startet er wenigstens von Platz 17.

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

„Wir hatten technische Probleme mit dem Heckflügel und waren gezwungen, in der Box zu warten“, sagte Schumacher, der zuletzt in Shanghai noch auf Platz zwei neben Rosberg in der ersten Startreihe gestanden hatte: „Dieses Problem hatte mich auf meiner Runde schon Zeit gekostet.“ So musste der 43-Jährige tatenlos zuschauen, wie die Kollegen ihn mit schnelleren Runden auf weichen Reifen Platz um Platz nach hinten durchreichten.

Wie er das Rennen von so weit hinten nun angehen will, konnte er direkt nach dem Aus noch nicht beantworten: „Eine Strategie habe ich mir so schnell noch nicht zurechtgelegt.“ Nico Hülkenberg geht im Force-India-Mercedes von Rang 13 aus ins Rennen, Glock vom 23. und vorletzten Startplatz.

sid/dpa

Auch interessant:

Kommentare