Vettel im Interview: "Pokal auf Küchentisch"

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Sebastian Vettel, hier bei einer Talkshow

Köln - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel spricht im Interview des Monats über seinen WM-Pokal, seine Träume und den Rücktritt von Biathlon-Königin Magdalena Neuner

Fast immer nett, aber nie gespielt, er ist fröhlich und immer authentisch: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel erfreut seine Fans nicht nur mit seinem fahrerischen Vermögen auf der Rennstrecke, sondern auch mit seinem Auftreten außerhalb des Cockpits. Die Fans, die einen mögen, die mögen und akzeptieren einen so, wie man ist und nicht wie man vielleicht vorgibt, zu sein. Ich glaube nicht daran, dass so etwas lange Bestand hätte. Deshalb probiere ich auch nicht, mich zu verstellen, sagte Vettel im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Der WM-Pokal: Im letzten Jahr stand er auf dem Küchentisch. Hat er jetzt einen anderen Platz?

Sebastian Vettel: Nee, es hat ja gut geklappt im letzten Jahr. Also hat er seinen Platz wieder eingenommen.

Bekommt man eigentlich eine Kopie? So wie die Fußball-Klubs?

Vettel: Ja, das gibt es auch. Aber bis jetzt hatte ich zweimal hintereinander das Glück, dass er ein Jahr da stehen darf. Jetzt schauen wir mal, wie es im dritten Jahr aussieht. Vielleicht darf der Pokal ja nochmal bleiben. Das wäre natürlich super. So lange er da ist, braucht man ja auch keine Kopie. Wenn er dann mal weg ist, dann kann man darüber streiten. Aber bis jetzt ist das nicht das Thema.

Die Formel 1 2012: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty
Ist es nicht ein Ziel, irgedwann einmal fünf, sechs, sieben Pokale nebeneinander stehen zu haben?

Vettel: Das gilt eigentlich für alle Trophäen. Wenn man mal einen schönen Platz gefunden und es ein bisschen herrichten kann, macht es einen natürlich sehr stolz. Der WM-Pokal ist natürlich das Non-plus-ultra. Im Moment fällt es noch nicht allzu schwer zu zählen. Es sind zwei. Aber das Regal ist nicht dafür ausgelegt, dass da mehrere Pokale hinpassen. Ich bin mit dem einen im Moment sehr zufrieden.

Wenn Sie an dem Pokal vorbeigehen, denken Sie immer an die Formel 1. Kann man dennoch über den Winter mal richtig abschalten und gar nicht an die Formel 1 denken?

Vettel: Ja, schon. Es ist ja nicht so, dass man jedes Mal automatisch an die Formel 1 denkt, wenn man den Pokal sieht. Man schaut ja auch nicht jedes mal bewusst hin. Man weiß ja, dass er da steht. In gewisser Weise gewöhnt man sich dran. Wenn er mal weg ist, glaube ich, fällt einem das viel mehr auf. Es ist schon nötig, über den Winter von dem Ganzen ein bisschen wegzukommen, um die Kraft zu tanken, die man über das Jahr gesehen wieder braucht.

Magdalena Neuner haben Sie beim Sportler des Jahres einmal kennengelernt ...

Vettel: Ja, ganz kurz.

Sie hat mit knapp 25 Jahren ihren Rücktritt bekannt gegeben, auf allerhöchstem Niveau, weil für sie ihr privates Leben endlich anfangen soll. Können Sie das nachvollziehen? Geht es Ihnen vielleicht sogar ähnlich? Sie hat mal gesagt, sie sei kurz vor dem Burnout gewesen, habe manchmal gar nicht aus dem Bett aufstehen wollen. Haben Sie manchmal auch solche Phasen?

Vettel: Ich glaube, von außen kann man so etwas vielleicht nicht verstehen, in der Form, in der sie im Moment ist, so erfolgreich, wie sie ist, bei der Kraft, die sie ausstrahlt. Es gibt eigentlich keinen Grund, genau an dem Punkt aufzuhören. Ich mache kein Biathlon und bin kein sehr guter Langläufer, aber wenn man generell im Sport zu Hause ist und den Rhythmus ein bisschen kennt, ständig unterwegs zu sein, sehr viel zu trainieren und eben nicht die Zeit zu haben für normale Dinge, sich nicht so normal bewegen zu können wie andere, kann man das schon verstehen. Was bei mir nicht der Fall sein wird: Ich kann keine Kinder kriegen. Das ist vielleicht ein Vorteil - oder ein Nachteil, je nachdem, wie man es nimmt. Ich glaube, man kann das sehr wohl nachvollziehen. Letzten Endes muss jeder für sich selber wissen, wann es soweit ist. Ich finde es gut, dass sie dazu steht und - soweit ich sie kennengelernt habe - sie ihr klares Ziel vor Augen hat, dass es auch noch andere Dinge gibt außer dem Sport.

Sebastian Vettel - Seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel - Seine außergewöhnliche Karriere in Bildern

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel holte am 27. Oktober 2013 seinen vierten Weltmeister-Titel in der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Wir stellen ihn vor. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel ist seit seinem siebten Lebensjahr im Motorsport aktiv. Er startete als Kartfahrer und konnte im Jahr 2001 die deutsche und europäische Juniorenkartmeisterschaft gewinnen. © dpa
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Im Jahr 2004 gewann Vettel mit dem Team Mücke Motorsport die Meisterschaft in der Formel BMW und stellte dabei mit 18 Siegen in 20 Rennen einen neuen Rekord auf. © dpa
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Vettel blieb im folgenden Jahr bei Mücke Motorsport und wechselte in die Formel-3-Euroserie. © dpa
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Er erzielte in der Formel-3-Euroserie sechs Podestplätze und belegte am Ende den fünften Gesamtrang. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel ergatterte 2007 einen Platz als Freitagstestfahrer beim BMW Sauber F1 Team in der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Beim renommierten Macau Grand Prix 2005 wurde er nach Lucas di Grassi und Robert Kubica Dritter. © dpa
Sebastian Vettel
Nach Robert Kubicas Unfall beim Großen Preis von Kanada 2007 in Montreal meldete BMW Sauber Vettel als Einsatzfahrer für den Großen Preis der USA in Indianapolis. Somit gab er am 17. Juni 2007 sein Formel-1-Renndebüt. © dpa
Sebastian Vettel
In seinem ersten Qualifikationsrennen belegte der Heppenheimer den siebten Platz. © dpa
Sebastian Vettel
Im folgenden Rennen rettete sich Vettel nach anfänglichen Schwierigkeiten auf den achten Rang. Er fuhr damit einen WM-Punkt ein und ist mit 19 Jahren und 350 Tagen der bisher jüngste Fahrer, der je in einem Formel-1-Rennen in die Punkteverteilung kam. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel wechselte im Juli 2007 zum Rennstall Toro Rosso. © dpa
Sebastian Vettel
Beim großen Preis von China in Shanghai 2007 startete Vettel von Position 17 und fuhr am Ende auf Platz vier. Dies war die beste Platzierung jemals für den Rennstall Toro Rosso. © dpa
Sebastian Vettel
Am 13. September 2008 eroberte Sebastian Vettel beim verregneten Qualifying für den Großen Preis von Italien in Monza seine erste Pole-Position. Er ist damit - im Alter von 21 Jahren und 73 Tagen - der jüngste Fahrer auf dem ersten Startplatz in der Geschichte der Formel 1. © dpa
Sebastian Vettel
Am Tag darauf holte sich Vettel seinen ersten Sieg in einem Formel-1-Rennen. Damit wurde er zugleich auch der jüngste Grand-Prix-Sieger. © dpa
Sebastian Vettel
Im Juli 2008 gab das Toro-Rosso-Schwesterteam Red Bull Racing bekannt, dass Vettel ab der Saison 2009 an der Seite von Mark Webber für den österreichischen Rennstall fahren wird. Der begeisterte Kicker nahm im gleichen Jahr an einem Benefiz-Fußballspiel teil. © dpa
Sebastian Vettel
Für den WM-Titel reichte es in dieser Saison noch nicht. Durch seinen Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi wurde Vettel Vizeweltmeister vor Rubens Barrichello. © dpa
Sebastian Vettel
In Jahr 2010 bildeten Vettel und Webber erneut das Renngespann von Red Bull. Nach dem Großen Preis von Korea übernahm Vettel erstmals die Führung der WM-Rangliste. © dpa
Sebastian Vettel
Vor dem letzten Saisonrennen, dem Großen Preis von Abu Dhabi 2010 belegte Vettel den dritten Platz in der Fahrerwertung. Er startete aber dafür von der Pole-Position. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel gewann das Rennen und wurde mit vier Punkten Vorsprung auf Fernando Alonso, der in Abu Dhabi nur Siebter wurde, Weltmeister. © dpa
Sebastian Vettel
Mit dem Titelgewinn wurde Vettel mit einem Alter von 23 Jahren und 134 Tagen zum bisher jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Vettel sammelte in der Saison zehn Pole-Positions. © dpa
Sebastian Vettel
Nach der Saison 2010 wurde der Heppenheimer Vettel als deutscher und europäischer Sportler des Jahres ausgezeichnet. © dpa
Sebastian Vettel
Vettel kam durch seinen Vater Norbert zum Motorsport. Dieser hatte ihn bereits mit dreieinhalb Jahren erste Runden im eigenen Kart drehen lassen. © dpa
Sebastian Vettel
Als sein größtes Vorbild bezeichnet Vettel Michael Schumacher, dessen Ehrgeiz und stets vollen Einsatz er sehr bewundere. © dpa
Sebastian Vettel
Während er bereits Formel-3-Euroserie fuhr, beendete Vettel seine schulische Laufbahn im April 2006 mit einem Abi-Schnitt von 2,8. Seine letzte Prüfung legte er nur vier Tage vor seinem ersten Sieg in der Formel 3 ab. © dpa
Sebastian Vettel
Eine weitere Besonderheit des Heppenheimers: Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen hat Sebastian Vettel keinen Manager, sondern regelt seine geschäftlichen und vertraglichen Angelegenheiten selbst. © dpa
Wie viele andere Dinge fehlen Ihnen? Was würden Sie gerne machen, wozu Sie vielleicht grade nicht die Zeit haben oder was zuviel Aufmerksamkeit erregen würde?

Vettel: Man muss das für sich selbst abwiegen. Im Moment stellt sich die Frage für mich nicht. Ich bin sehr glücklich. Wenn ich nicht mehr Rennen fahren würde, nicht mehr in der Formel 1 wäre, dann würde mir etwas fehlen. Die Zufriedenheit, die ich habe, wenn ich im Auto sitze und fahren kann, habe ich bis jetzt noch nirgends anders gefunden. Das genieße ich sehr. Alles andere lasse ich ehrlich gesagt auf mich zukommen. Aber ich glaube, wenn man für sich selbst den Punkt erreicht, wo es einem auf die Nerven geht, aus dem einen oder anderen Grund, sollte man auch dazu stehen und nicht sagen, ich mache noch weiter, weil es ein gutes Jahr werden, ich noch den einen oder anderen Erfolg erreichen könnte oder ich einfach gutes Geld verdiene. Man lebt nur einmal und hat sicher heute andere Interessen als in fünf Jahren. Wenn man heute auf irgendetwas bewusst verzichtet, glaube ich nicht, dass man in fünf Jahren noch einmal den Reiz spürt, dem nachzugehen. Man verändert sich in gewisser Weise, der Geschmack oder die Dinge, die man anstrebt. Deswegen sollte man immer zu dem stehen, was man wirklich will.

Wie wichtig ist Ihnen Ihr eigenes Image in der Öffentlichkeit, bei den Fans? Ist es wichtig, beliebt zu sein?

Vettel: Ich glaube, dafür kann man nicht so viel tun. Man kann sich vielleicht in gewisser Weise verstellen, aber ich glaube nicht, dass das eine lange Haltbarkeit hat. Die Fans, die einen mögen, die mögen und akzeptieren einen so, wie man ist und nicht wie man vielleicht vorgibt, zu sein. Ich glaube nicht daran, dass so etwas lange Bestand hätte. Deshalb probiere ich auch nicht, mich zu verstellen. Es ist natürlich schön, wenn man merkt, wie viel Unterstützung man bekommt. Natürlich ist diese Unterstützung in den letzten Jahre sehr gestiegen. Das gibt sehr viel Kraft, vor allem in den Zeiten, in denen es vielleicht nicht so gut läuft oder man vielleicht ein bisschen mit sich selbst beschäftigt ist. Aber bewusst zu versuchen, gut dazustehen, das mache ich nicht. Man gibt sich natürlich Mühe und versucht in gewisser Weise, jeden Wunsch zu erfüllen. Das ist zwar nicht immer möglich, aber bis jetzt haben die Leute immer ganz normal darauf reagiert, wenn es mal nicht möglich war. Sie waren nicht sauer oder beleidigt.

Hat ein Sebastian Vettel, ein zweimaliger Formel-1-Weltmeister, Träume?

Vettel: Ja. Ich glaube, jeder hat gewisse Träume. Ich will die jetzt nicht wirklich preisgeben, aber man hat natürlich Träume, Dinge, die man in seinem Leben mal machen, mal erreichen will. Ich rede jetzt nicht von der Formel 1. Vielleicht Orte, wo man mal hin will, Leute, die man mal treffen will. Das gibt es schon, ja.

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty
Orte, wo man mal hin will - Sie kommen in der Formel 1 viel herum. Ist das Reisen für Sie eine Belastung oder eine angenehme Zugabe, fremde Länder zu sehen, andere Leute zu treffen, andere Kulturen kennenzulernen?

Vettel: Man sagt ja, Reisen bildet. Ich glaube, wenn man viel herumkommt, nimmt man vieles wahr, auch unbewusst. Das prägt einen schon. Es ist aber immer so, dass man sich nach dem sehnt, was man nicht hat. Das liegt ein bisschen in der Natur des Menschen. Das heißt, jemand, der viel reist - es gibt ja für mich, wenn ich Formel 1 fahren will, keine Alternative - sehnt sich danach, mal zu Hause zu sein. Man sehnt sich danach, sich mal sein eigenes Frühstück zu machen, wenn man ständig im Hotel ist, im eigenen Bett zu schlafen. Wenn man viel zu Hause ist, sehnt man sich danach, mal wegzukommen. Dann wird es zu einem Erlebnis, mal im Hotel zu schlafen, was anderes zu sehen. Ich glaube schon, dass mir etwas fehlen würde, wenn es von heute auf morgen vorbei wäre, weil es doch seinen Reiz hat. Vor allem das Wiederkommen, wenn man zum Beispiel jedes Jahr die weite Reise nach Australien auf sich nimmt. Neue Dinge kennenzulernen, etwas zu erkunden, das ist schon angenehm. Bei den Europa-Rennen ist es immer sehr kurz. Man reist an, fährt das Rennen und geht normalerweise relativ rasch wieder zurück. Aber bei den Überseerennen gibt es doch hier und da mal ein bisschen Zeit, die man dann auch nutzen kann.

Sie haben sich im letzten Jahr in Indien mal ein bisschen umgeschaut und sind durchs Land gefahren. Welches Land hat Sie in Ihrer bisherigen Formel-1-Karriere am meisten fasziniert, am meisten berührt?

Vettel: Es kommt natürlich darauf an, wovon man redet. Indien war schon ein Erlebnis, einfach zu sehen, unter welchen Umständen im Vergleich zu unserer Welt die Leute leben, leben müssen. Der Kontrast ist schon enorm. Trotzdem waren die Leute sehr glücklich und sehr freundlich. Andererseits gibt es Länder wie Kanada, wenn man da mal ein, zwei Stunden mit dem Auto Richtung Norden fährt, ist man mitten in den Wäldern und kann dort Bären herumtapsen sehen und das Land von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Es kommt immer darauf an, wo man ist. Es ist immer faszinierend. Wenn wir in Abu Dhabi sind und die Zeit mal bleibt, einen Abstecher in die Wüste zu machen, auch das ist interessant. Natürlich nicht so farbenfroh, aber auch interessant, eine ganz andere Landschaft.

Thomas Straka, SID

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Red Bull ist in vieler Munde, nicht nur wegen Sebastian Vettel. Wir beantworten die 13 wichtigsten Fragen. © Getty
Was gehört zum Imperium von Dietrich Mateschitz? Er besitzt rund zwei Dutztend Unternehmen: Restaurants, Baufirmen, eine Formel-1-Rennstrecke, einen Flugplatz sowie Hotels. Privat gehört ihm auch ein Militärjet sowie die ehemalige DC 6 von Marschall Tito. Ein Teil der Markenstrategie des Österreichers ist außerdem das Sponsoring von Trend-, Event-, aber auch Rennsportarten. Mateschitz besitzt zwei Auto-Rennställe, darunter das Formel-1-Team mit Sebastian Vettel. © dpa

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