Vettel in der Krise? Absoluter Blödsinn!

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Franz Tost, Chef bei Vettels Ex-Team Toro Rosso.

München - Sebastian Vettel konnte bislang noch nicht auftrumpfen. Franz Trost, Chef bei Vettels Ex-Team Toro Rosso, analysiert in der tz-Experten-Kolumne Vettels Chancen beim Formal-1-Grand-Prix in Bahrein.

Von einer Krise bei Sebastian Vettel zu sprechen, ist absoluter Blödsinn. Er wäre dreimal unter die ersten Fünf gekommen, wenn in Malaysia nicht ein HRT beim Überrunden im Weg gestanden hätte. Sebastian vereinigt alles, was es braucht. Ein Fahrer muss zuerst Leidenschaft haben. Er muss diszipliniert und innovativ sein. Ein Pilot sollte sich immer die Fragen stellen: „Was kann ich noch besser machen? Wie kann ich besser als die anderen sein?“

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

Vettel von A bis Z: Seine Lieblingsband, sein Markenzeichen und mehr

A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © Getty
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © Getty
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © Getty
D wie Deutschland, Vettels Heimat, in der er aber bislang noch kein Formel-1-Rennen gewonnen hat © Getty
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © Getty
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © Getty
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © Getty
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © Getty
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © Getty
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © Getty
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels Rennauto © Getty
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © Getty
M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © Getty
N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © Getty
O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © Getty
P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © Getty
Q wie Qualifikation, Vettels Domäne, in 12. von 15 Rennen fuhr Vettel in diesem Jahr auf die Pole Position © Getty
R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © Getty
S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © Getty
T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © Getty
U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © Getty
V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © Getty
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © Getty
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © Getty
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © Getty
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © Getty

Meiner Meinung nach gehören Sebastian, Alonso, Hamilton und Rosberg in die oberste Liga. Nicos Sieg in China hat mich deshalb nicht sonderlich überrascht. Von den Nachwuchspiloten sehe ich bei Nico Hülkenberg, Paul di Resta und Romain Grosjean das größte Potential. Grosjean ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie man einen Nachwuchspiloten fast verheizen kann. Man hat ihn vor zwei Jahren in das Werksteam von Renault an die Seite von Alonso gestellt. Da konnte er nur schlecht aussehen.

Noch ein Wort zu -Michael Schumacher. Es geht für ihn nicht nur darum, ob Nico schneller ist als er. -Michael hat sieben WM-Titel, da musst du nichts mehr beweisen. Entscheidend für ihn ist: Macht es ihm noch Spaß? Diese Frage beantwortet er mit „Ja“, -also ist es berechtigt, dass er weitermacht. Formel 1 ist der Inhalt seines Lebens. Und glauben Sie im Ernst, Mercedes würde ohne Michael Schumacher so im Rampenlicht stehen? Er zieht nach wie vor das Interesse auf sich.

Von Franz Tost, Chef bei Vettels Ex-Team Toro Rosso

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