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Boateng von deutschen Fans genervt: „Senf“-Ansage an „80 Millionen Bundestrainer“

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Von: Alexander Kaindl

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Die deutsche Nationalmannschaft wird nach den beiden Nations-League-Spielen kritisiert. Weltmeister Jerome Boateng setzt deshalb zum Konter an.

München - 0:1 gegen Ungarn, 3:3 gegen England. Zugegeben, die Nations-League-Spiele der deutschen Nationalmannschaft waren nicht das Gelbe vom Ei. Am Ende ist die DFB-Auswahl aus dem viel diskutierten Wettbewerb ausgeschieden. Diese Tatsache alleine dürfte den wenigsten Beteiligten Kopfzerbrechen bereiten.

Viel eher stellen sich so kurz vor der WM 2022 folgende Fragen: Wie kriegt die DFB-Elf ihre Baustellen in den Griff? Wie schafft es Hansi Flick, vereinzelte Spieler aus ihren Formtiefs zu bekommen? Wen nominiert er überhaupt? Und überstehen wir nach solch biederen Leistungen überhaupt die Gruppenphase?

WM 2022: Deutsche Nationalmannschaft in der Kritik - Boateng ärgert sich über „80 Millionen Bundestrainer“

Jerome Boateng kann den aktuellen Unmut vieler Experten und Anhänger nicht verstehen. Der Innenverteidiger hat 76 A-Länderspiele absolviert, wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister. Nach dem spektakulären 3:3 gegen England meldete er sich via Instagram. Und in seiner Story wurde er deutlich: „Kurz vor der WM haben wir wieder 80 Millionen Bundestrainer“, schrieb er zu Beginn seines Statements. Direkt dahinter setzte er einen Tränen lachenden Emoji.

Und weiter: „Wir haben eine starke Mannschaft, können jeden Gegner schlagen und Weltmeister werden. Wir haben junge Spieler auf allen Positionen. Wie wäre es mal, einfach positiv an die WM ranzugehen und nicht die Mannschaft zu kritisieren und Unruhe hineinzubringen?“

Weltmeister Jerome Boateng hat eine klare Meinung zur aktuellen Debatte rund um die deutsche Nationalmannschaft.
Weltmeister Jerome Boateng hat eine klare Meinung zur aktuellen Debatte rund um die deutsche Nationalmannschaft. © PanoramiC / Imago / Screenshot Instagram / Jerome Boateng

Jerome Boateng wünscht sich vor der WM 2022 mehr positive Stimmung

Boateng, der nach seinem Abschied vom FC Bayern München im Sommer 2021 ablösefrei zu Olympique Lyon gewechselt war, verweist damit auf die vielen negativen Stimmen, die der deutschen Nationalmannschaft nach der Pleite gegen Ungarn und den drei Blitz-Gegentoren gegen England sämtliche Qualität abgesprochen hatten.

An diese Adressen richtet er in seinem Statement weitere Wünsche: „Positiv bleiben und gemeinsam die Mannschaft supporten. Nach der WM könnt ihr wieder euren Senf dazugeben.“

Jerome Boateng im WM-Kader? Flick-Nominierung gilt als ausgeschlossen

Boateng selbst wird - sollte nicht noch etwas außergewöhnliches passieren - ebenfalls zu den zahlreichen Zuschauern gehören. Dass Flick ihn nominiert, gilt als ausgeschlossen - schließlich hat der 34-Jährige in dieser Saison noch keine Minute absolviert. Verletzungen hatten ihn lange aus der Bahn geworfen, im Sommer stand dann ein Abschied im Raum. Das Verhältnis zu Trainer Peter Bosz gilt als belastet.

Möglicherweise nimmt der Bundestrainer aber einen Spieler mit, den man in England schon als „Mini-Boateng“ feiert. Armel Bella-Kotchap wurde für die Nations-League-Spiele nominiert und feierte im Wembley Stadium sein Debüt als deutscher A-Nationalspieler. (akl)

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