Duell überstrahlt "Clasico"

Messi vs. Ronaldo: Wer ist besser?

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Zwei der weltbesten Fußballer treeffen am Mittwoch aufeinander.

Madrid - Real Madrid gegen den FC Barcelona, Ronaldo gegen Messi: Mehr geht nicht im spanischen Fußball. Am Mittwoch steigt im Königspokal der ewig junge „Clasico“.

Messi, Messi, Messi. Immer wieder Messi. Egal was Cristiano Ronaldo auch versucht, egal wie viele Tore er schießt, der argentinische Zauberfuß übertrumpft seinen Widersacher. Am Wochenende schoss der Superstar von Real Madrid in nur elf Minuten einen Hattrick, Messi konterte mit vier Treffern. Ronaldo kam in 20 Ligaspielen bisher auf 21 Tore, Messi machte unfassbare 33 Treffer.

Insgesamt steht es im Fernduell nach Pflichtspieltoren in dieser Saison 43:33 - natürlich für Messi. Nun kommt es am Mittwoch (21.00 Uhr/bwin.com) im Halbfinal-Hinspiel des spanischen Königspokals zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Giganten des Fußballs. Im ewig jungen Clasico zwischen Real und dem FC Barcelona wollen die Zwei klären, wer besser, schneller, wertvoller ist. Über 500 Millionen Menschen weltweit werden ihnen dabei am Fernseher zusehen.

In Cristiano Ronaldo, diesem von seinem eigenen Können durchdrungenen Egomanen, brodelt es vor dem Showdown, weil ihm dieser „Floh“ aus Barcelona immer wieder die Show stiehlt. Doch der 27-Jährige beißt sich auf die Zunge, um das ohnehin schon hitzige Duell der beiden Traditionsklubs nicht unnötig weiter anzuheizen. „Wir müssen gut spielen, denn wir wissen, dass Barca eine fantastische Mannschaft hat“, sagte Ronaldo brav und vermied es, den Namen seines Rivalen in den Mund zu nehmen, „es ist ein wichtiges und schwieriges Spiel.“

Ausgerechnet im Bernabeu-Stadion, der Kathedrale der Real-Fans, kann Messi eine weitere Ikone der Königlichen hinter sich lassen. Bisher ist der große Alfredo Di Stefano noch der Top-Torjäger in der Geschichte des Clasicos. Der „blonde Pfeil“ hat 18 Tore im Duell der Supermächte gegen die Katalanen erzielt, Messi kommt in bisher 22 Spielen auf 17 Treffer.

Und in der Überform, in der sich der 25-Jährige befindet, ist es mehr als wahrscheinlich, dass er mindestens mit Di Stefano gleichzieht. „Die Menschen sind immer bestrebt, sich in allen Lebensbereichen zu verbessern. Und ich bin keine Ausnahme, was den Fußball betrifft“, sagte Messi, der seinen Vertrag in Barcelona in der nächsten Woche bis 2018 verlängern soll.

Für Real ist die Copa del Rey vielleicht schon die letzte Möglichkeit auf einen Titel in dieser Saison. In der Meisterschaft liegt die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho mit 15 Punkten Rückstand auf Barca abgeschlagen nur auf Platz drei und auch in der Champions League droht im Duell mit Manchester United bereits das Aus im Achtelfinale.

Zudem muss der umstrittene Mourinho auf Iker Casillas, Pepe, Sergio Ramos, Angel Di Maria und Fabio Coentrao verzichten. „Zwar werden uns einige wichtige Spieler fehlen, aber das darf keine Entschuldigung sein“, sagte Ronaldo. Doch nach einem Scheitern im Pokal dürfte die Luft für Mourinho immer dünner werden.

Ausgerechnet Sara Carbonero, TV-Journalistin und Verlobte von Casillas, sorgt vor dem Clasico für Aufregung. „Die Spieler sind mit Mourinho nicht einverstanden, die Stimmung in der Kabine ist nicht gut“, sagte sie. Zuletzt sollen die Real-Stars ihren Präsidenten Florentino Perez ein Ultimatum gestellt, Mourinho zu entlassen. Der Klub dementierte.

Und so hofft Mourinho neben einem torhungrigen Ronaldo auch auf einen bestens aufgelegten Mesut Özil, um seine Position wieder zu stärken. Der deutsche Nationalspieler spielt seit Wochen auf hohem Niveau, die Fans liegen ihm zu Füßen.

„Wenn Mesut Tinte in den Stollen hätte, hätte man auf dem Rasen im Bernabeu eines der schönsten Gedichte lesen können, das der Fußball schreiben kann. Er ist wirklich ein Genie“, schrieb Marca zuletzt über den 24-Jährigen. Zusammen wollen Özil und Ronaldo endlich Messi stoppen.

Der Teuerste, der Schönste und der Beste? Bilder von Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo: Sich selbst sieht er als besten Fußballer der Welt. Noch vor seinem Erzrivalen Lionel Messi vom FC Barcelona. Er war mit 96 Millionen Euro lange Zeit der teuerste Transfer der Geschichte und polarisiert die Gemüter. Von seinen Fans geliebt, vom Rest gehasst. Hier sehen Sie Bilder von Ronaldos Karriere. © dpa
Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro wurde am 5. Februar 1985 in Funchal geboren. Auf Madeira lernte der kleine Cristiano auch das Kicken. Seine erste Station war Andorinha. Dort begann er 1993 die Fußballerkarriere. © getty
Schon 1997 wechselte Ronaldo zur Jugend von Sporting Lissabon, wo er 2001 seinen ersten Profivertag bekam. 2003 kam sein großer Durchbruch, als er für 17,5 Millionen Euro zum englischen Rekordmeister Manchester United wechselte. © getty
Auch dank Cristiano Ronaldo darf sich Manchester United Rekordmeister der Premier League nennen. Drei Mal gewann er mit den Red Devils die Meisterschaft (2007 - 2009). © dpa
Der berühmte Anlauf für den Cristiano-Ronaldo-Freistoß und "seine" Nummer 7 sind zwei markante Kennzeichen im Spiel des Portugiesen. © dpa
Ein weiterer Schlüssel im Spiel von "CR7" ist seine Schnelligkeit sowie seine Dribbelstärke. Doch im Training ist Ronaldo auch für Faxen zu haben. © dpa
Die gefürchtesten Freistöße seit David Beckham. Besonders schwierig für die Torhüter: der flatterende Ball. Doch auch per Kopf ist Ronaldo gefährlich. Nicht umsonst markierte er 2010/2011 in 34 Ligaspielen 40 Treffer für Real Madrid. In 60 Pflichtspielen traf er 58 Mal. © dpa
Es gibt öfter mal Probleme mit den Schiedsrichtern, da Ronaldo von Gegenspielern öfter mal der Schauspielerei bezichtigt wird. © dpa
Seinen größten Erfolg im Vereinsfußball und insgesamt sein bestes Jahr hatte "CR7" im Jahr 2008. Nicht nur, dass er mit Manchester die Champions League gewann ... © dpa
... 2008 konnte Ronaldo auch die Trophäe des UEFA Fußballer des Jahres in die Vitrine stellen.  Außerdem wurde er Weltfußballer des Jahres. © dpa
Und er gewann auch noch den Goldenen Schuh, als bester Torschütze Europas. Diese Trophäe konnte er 2011 ein zweites Mal gewinnen. © dpa
2009 kam dann der Wechsel zu den Königlichen. Der bis dahin teuerste Transfer (94 Millionen Euro) wurde von 80.000 Fans im Santiago de Bernabeu gefeiert. Mit Madrid wollte Ronaldo erneut auf den Thron Europas steigen. © dpa
Doch zunächst schied er mit den Madrilenen in der Champions League immer in der k.o.-Phase aus. Einer der bittersten Momente war die Niederlage gegen den FC Bayern in der Saison 2011/12. Man führte zu Hause im Rückspiel schon 2:0, ehe die "bestia negra" wieder zuschlug und Madrid im Santiago Bernabeu im Elfmeterschießen besiegte. © dpa
Trösten konnte sich der Portugiese allerdings mit dem ersten Meistertitel mit Real Madrid. Die Königlichen beendeten damit eine Durststrecke von drei Jahren. © dpa
In der Nationalmannschaft sollte 2004 die erste Krönung kommen. Bei der Heim-EM verlor Portugal allerdings das Finale gegen Überraschungs-Europameister Griechenland und Ronaldo, Deco & Co. gingen leer aus. © dpa
An vier Turnieren nahm Ronaldo bislang teil. Die Bilanz EM: Finalniederlage, Viertelfinal- und Halbfinal-Aus. WM: Vierter und Achtelfinal-Aus. © dpa
Der beste Fußballer und der beste Trainer auf einem Blick - zumindest wenn es nach den Meinungen von Cristiano Ronaldo und José Mourino geht. Die zwei Portugiesen bestimmen die Schlagzeilen bei den Königlichen. © dpa
Doch seit Sommer 2012 scheint Cristiano unzufrieden. Das äußerte er in einem Interview und über seine Facebook-Homepage. Er ist traurig. Allerdings nicht des Geldes wegen, wie er betonte. © dpa
Die ewigen Rivalen. Cristiano Ronaldo und Lionel Messi kämpfen nicht nur um Pokale mit ihren Teams. Auch die individuellen Titel entscheiden die beiden meist unter sich. © dpa
Der Körper, den viele Frauen begehren und um den ihn viele Männer beneiden. Neben den Platz ist Ronaldo ein Model, unter anderem für Unterwäsche. © dpa
So sehen ihn Frauen am liebsten. Mit entblößten Oberkörper. Mit seinem Aussehen und seiner wechselnden Frisur erhitzt er oft die Gemüter. © dpa
Doch das ist nicht alles womit Ronaldo trumpfen kann. Sogar ein Albino-Krokodil ist nach dem Fußballspeiler benannt. © dpa
Ronaldo ist Tennis-Fan und unterstützt dort Rafael Nadal, den Rekord-Champion der French Open. Die beiden verstehen sich gut. © dpa
Da ist es klar, dass Ronaldo sich das Masters Turnier in Madrid nicht entgehen lassen will. Hier schaut er mit seiner Freundin, dem russischen Model Irina Shayk, die Partie zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal an. © dpa

sid

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