Vitoria Setubal gegen Sporting Lissabon 

Mysteriöser Virus legt halbes Team lahm - Erstligist musste dennoch spielen: „Schande für den Fußball“

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Vitoria Setubal ging stark ersatzgeschwächt ins Duell gegen Sporting Lissabon. Eber Bessa blieb vom Teamvirus allerdings verschont.

Vitoria Setubal wurde von einem Virus heimgesucht, der das halbe Team unter sich begrub. Daher forderte der portugiesische Erstligist eine Verlegung eines Ligaspiels - vergeblich.

  • Beim portugiesischen Erstligisten Vitoria Setubal ist ein Virus ausgebrochen.
  • Insgesamt seien 14 Spieler krank und könnten nicht spielen.
  • Die Partie gegen Sporting Lissabon sollte verschoben werden - wurde sie allerdings nicht.

Setubal - Die Partie Vitoria Setubal gegen Sporting Lissabon in Portugals höchster Spielklasse, der Liga Nos, wurde unter ungewöhnlichen Bedingungen ausgetragen. Vonseiten Setubals drängte man in den Tagen vor dem Spiel am Samstag auf eine Verlegung, da sich schlicht nicht ausreichend gesunde Spieler im Kader des Klubs befänden. Der Antrag wurde abgelehnt - was für viel Unmut im Lager Setubals sorgte. 

Vitoria Setubal: Erstligist von Virus befallen - 14 Spieler außer Gefecht 

Hintergrund der geforderten Verlegung ist ein Virus, der innerhalb des Teams ausgebrochen war. Insgesamt 14 Spieler der Grün-Weißen hätten sich mit diesem angesteckt. Bereits eine Woche zuvor hätten am Rande des Spiels gegen Überraschungsteam Famalicao vier Spieler über Fieber geklagt. Worum es sich genau handle, ist nicht bekannt, Setubals Präsident Vitor Hugo Valente erklärte lediglich: „Es ist keine einfache Erkältung oder Grippe.“ Unter der Woche forderte der Tabellenzwölfte daher, das Spiel gegen Sporting zu verlegen. 

Vitoria Setubal: Zweifel an Teamvirus? Sporting lehnt Antrag ab

Dieser Antrag wurde letztlich abgelehnt. Der portugiesische Fußballverband erklärte, beide Teams hätten sich nicht einigen können. Dies habe nach Informationen der Sportzeitung A Bola vor allem an Sporting Lissabon gelegen. Der 18-fache portugiesische Meister äußerte offenbar Zweifel an den Angaben Setubals (zwischenzeitlich war wohl auch die Rede davon, dass 80 Prozent der Spieler krank seien) und wollte einer Verlegung nur zustimmen, wenn vor der Partie auch ein Vereinsarzt Sportings die betroffenen Spieler untersuchen dürfe. Man wollte die Partie nur dann verlegen, sollten keine elf Spieler Setubals gesund seien. In einer offiziellen Pressemitteilung des Klubs heißt es diplomatisch, dass der straffe Terminkalender keine Verlegung zulasse.

Portugal: Teamvirus - Setubal muss dennoch spielen: „Eine Schande für den Fußball“

In Setubal zeigte man sich im Vorfeld des Spiels bestürzt, gegen Sporting antreten zu müssen. Valente sprach von einer „Schande für den Fußball“ und erwartete für das Duell mit dem Tabellenvierten ein „deprimierendes Schauspiel.“ Ganz so deprimierend wurde es am Samstagabend im Estadio do Bonfim dann allerdings doch nicht.

Vitoria verlor die Partie zwar mit 1:3 (0:2), schlug sich allerdings wacker. Nach zwischenzeitlichem Anschlusstreffer sorgte Sporting erst in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. 

Setubals Coach Julio Velazquez schickte dabei die Spieler auf den Rasen, die nicht vom Virus befallen waren. Dadurch ergab sich ein Team, das größtenteils aus den verbliebenen Stammspielern wie Carlinhos (einst bei Bayer Leverkusen und Jahn Regensburg unter Vertrag) sowie einigen Reservisten aus der zweiten Garde und Nachwuchsspielern bestand. 

Das „deprimierende Schauspiel“, es blieb aus. Auf den Jugendklub von Cristiano Ronaldo ist man in Setubal aber wohl weiterhin nicht gut zu sprechen.

as

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