Schweiz-Fans gehen auf Alex Frei los

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Alexander Frei steht in der Schweiz in der Kritik.

Basel - Die lauten Misstöne gegen Alexander Frei haben den ersehnten Befreiungsschlag für Ottmar Hitzfelds Eidgenossen in der EM-Qualifikation zur Nebensache werden lassen.

Der seit 728 Minuten torlose Kapitän der Schweizer Fußball-Nationalmannschaft wurde beim 4:1-Sieg gegen Wales vom heimischen Publikum gnadenlos ausgepfiffen und verschwand danach frustriert in der Kabine. “Das habe ich in dieser Form selten erlebt. Ich bin sehr bedrückt“, sagte Hitzfeld nach dem ersten Erfolg im dritten Qualifikationsspiel.

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Der Coach hofft nun, dass der ehemalige Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund nicht übereilt das Handtuch wirft. “Die Gefahr eines Rücktritts besteht. Ich hoffe, dass Alex nicht einen unüberlegten Fehler macht. Wir brauchen ihn noch“, meinte Hitzfeld. Ein Gespräch mit dem entnervten und sichtlich enttäuschten Stürmer habe es noch nicht gegeben: “Dazu war nach dem Spiel keine Zeit.“

Mit 40 Toren ist Frei immerhin Rekord-Torschütze der Schweiz, doch die Meriten der Vergangenheit zählen bei den Fans offenbar nichts. Seit dem 9. Oktober 2009 hat der 31-Jährige, der für den FC Basel spielt, nicht mehr für die Eidgenossen getroffen. Die resignierenden Gesten nach seiner Auswechslung am Dienstagabend lassen darauf schließen, dass er sich mit Abschiedsgedanken trägt.

dpa

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