Lokalsport/ASV Dachau

Der ASV beweist Charakter

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Steuerte zwei wichtige Treffer zum Sieg des ASV Dachau bei: Michael Kornprobst.

Dachau - Stadtwälder drehen ein 0:2 beim TSV Kastl in ein 3:2 und sichern den Landesliga-Verbleib.

Die Kritik am Auftreten der Stadtwälder beim 0:2 gegen Pfarrkirchen vor Wochenfrist war erheblich. Zumal der ASV Dachau mit der Niederlage rechnerisch in Abstiegsgefahr geraten war. Sieben Tage später zeigte die Truppe von Trainer Frank Peuker beim TSV Kastl, was in ihr steckt. In jeglicher Hinsicht. Denn schon nach zehn Sekunden lag sie zurück. Dennis Bergmann hatte nach dem Anstoß den TSV-Stürmer Andreas Lahner angeschossen – von dessen Rücken prallte das Spielgerät zu Dominik Grothe, der den herauseilenden ASV-Tormann Artem Bykanov mit einem Heber düpierte (1:0, 1.). Damit nicht genug: Eine Minute später musste Bykanov sein ganzes Können aufbieten, um einen zweiten Treffer zu vermeiden. Die Erleichterung währte nur kurz. Schon mit ihrem nächsten Angriff waren die Hausherren erneut erfolgreich: Lahner schickte Sebastian Spinner, der überlegt ins linke Eck einschob (2:0, 4.). Alles schien auf eine Wiederholung der Pfarrkirchen-Niederlage hinauszulaufen. Doch die Dachauer behielten die Nerven. „Wichtig war die Erfahrung von Spielern wie Bergmann, Delpy, Kornprobst, Rieger oder Kreitmair“, resümierte Peuker nach dem Match. Obwohl einige der Genannten angeschlagen in die Partie gegangen waren. So wie Michael Kornprobst, der dennoch TSV-Tormann Welder De Souza Lima schon im Gegenzug prüfte (5.). Sein nächster Versuch saß: Alexander Mack setzte Kornprobst mit einem klugen Pass ein, der 28-Jährige hämmerte das Leder ins lange Eck (2:1, 35.). „Dieses Tor war enorm wichtig für unser Selbstbewusstsein“, kommentierte Peuker. Seine Mannen setzten umgehend nach, erst durch Max Kreitmair (39.), dann durch Kornprobst (43.). Nach der Pause klingelte es im Kasten des TSV-Keepers. Nach einem Rückpass ließ sich der Brasilianer zu viel Zeit, Kornprobst schnappte sich das Leder und schob kühl ein (2:2, 50.). Nach drei weiteren Hochkarätern war es soweit: Kreitmair schnibbelte einen Freistoß vom linken Strafraum-Eck direkt ins linke obere Tordreieck (2:3, 64.). „Danach haben wir mit Mann und Maus die Führung verteidigt“, beschreibt Peuker restlichen 29 Minuten und spricht von einem „Sieg des Willens und der Erfahrung.“ Die Abstiegsgefahr ist mit dem Dreier gebannt. Am Mittwoch, den 16. Mai, bestreiten der ASV und der TSV Dachau 1865 das Endspiel des Sparkassen-Pokals (Erdweg, 18.15 Uhr). Am kommenden Samstag verabschiedet sich der ASV Dachau aus der Saison 2017/2018. Gegner im Sepp-Helfer-Stadion ist der SV Erlbach (14 Uhr).

kho

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