ASV dominiert beim Dritten Feldmoching

ASV ist wieder die alleinige Nummer eins

 Enis Derbazi und  Leon Schleich
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Der Feldmochinger Enis Derbazi (links) streckt sich vergeblich, Leon Schleich holt schon zum entscheidenden zweiten ASV-Tor aus.

Leon Schleich wehrte die Glückwünsche zu seinem Treffer zum 2:0 gegen den bisherigen Bezirksliga-Dritten SpVgg Feldmoching bescheiden ab: „Das kommt bei mir ja eher selten vor.“ Eine Untertreibung, tatsächlich hat 23-Jährige in den letzten vier Spielen dreimal getroffen. Nur Andreas Roth war erfolgreicher. Am Samstag waren es diese beiden, die dem ASV Dachau wieder die alleinige Tabellenführung in der Bezirksliga Nord bescherten.

Denn es war Roth, der die Stadtwälder auf der holprigen Feldmochinger Bezirkssportanlage in Führung geschossen hatte. Vom Elfmeterpunkt, nach einem Foul des Feldmochinger Tormanns Semih Cakmakci an Sebastian Mack, der allein auf ihn zugestürmt kam (0:1, 38.). Dieser Treffer war die einzig bemerkenswerte Aktion in der ersten Hälfte. Die Partie war hektisch, die Feldmochinger wollten unbedingt punkten, wie ihr Anführer Manfred Leidenberger (früher Ismaning, Pipinsried) nach dem Abpfiff erzählte. Der mittlerweile 41-Jährige, der früher für den FC Ismaning in der Bayernliga (mit MdB Michael Schrodi) und den FC Pipinsried in der Landesliga kickte, ist nach wie vor topfit und trieb sein Team immer wieder an. Der ASV-Coach Manuel Haupt musste seine Startelf umbauen: In der Viererkette fehlte nicht nur der verletzte Kapitän Christian Roth sondern auch Innenverteidiger Dimitrios Papadopoulos wegen der Hochzeit seines Bruders Christos, der bei Jetzendorf spielt. Vorne muss Haupt auf den pfeilschnelle David Dworsky (Auslandssemester in Madrid) verzichten, dafür kommt dessen Bruder Jonas nach langer Verletzungspause (Schambeinentzündung) immer besser in Tritt. Etwa als er auf der rechten Außenbahn davon zog und für Mack auflegte – Cakmakci warf sich gerade noch dazwischen (48.). Die Stadtwälder erarbeiteten sich nun Chancen über Chancen, jedoch das überfällige zweite Tor wollte einfach nicht fallen. „Uns fehlte die letzte Entschlossenheit“, kritisierte Haupt hinterher. Der eingewechselte Maximilian Bergner bediente den 18-jährigen Yazid Ouro-Akpo Adjai, aber der junge Mann schoss überhastet in blauen Nachmittagshimmel (63.). So ging es im Fünf-Minuten-Takt weiter, die ASV-Fans rauften sich die Haare. „In so einer Situation kann man sich leicht ein dummes Gegentor einfangen“, merkte Haupt an. Zum Beispiel bei einem Freistoß des Feldmochinger Spezialisten Max Rabe. Der schoss zwar scharf, allerdings am ASV-Kasten vorbei (83.).

Als schon niemand mehr an einen Treffer glauben wollte, fasste sich Schleich ein Herz, stürmte auf Cakmakci zu und schloss mit Übersicht ins rechte untere Eck ab (0:2, 88.) Der ASV Dachau besucht am kommenden Sonntag den Siebten FC Schwabing (15.30 Uhr).

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