Der TSV Jetzendorf gewinnt 1:0 und ist der Meisterschaft nahe.

ASV unterliegt im Spitzenspiel

Wehrte alles ab, was in die Nähe seines Kastens kam: Jetzendorfs Keeper Jeremy Manhard, der hier seine Teamkollegen Christos Papadopoulos und Wojciech Swierkosz überspringt. ASV-Stürmer Philipp Schmidt ist dazwischen chancenlos. Michael Kornprobst (links) hofft vergeblich.
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Wehrte alles ab, was in die Nähe seines Kastens kam: Jetzendorfs Keeper Jeremy Manhard, der hier seine Teamkollegen Christos Papadopoulos und Wojciech Swierkosz überspringt. ASV-Stürmer Philipp Schmidt ist dazwischen chancenlos. Michael Kornprobst (links) hofft vergeblich.

„Die Saison ist noch nicht vorbei!“, gab sich ASV-Coach Manuel Haupt nach der 0:1 (0:1)-Niederlage im Bezirksliga-Spitzenspiel gegen den TSV Jetzendorf am vergangenen Samstag kämpferisch. Derweil vollführten die Kicker aus dem Oberen Ilmtal ein Freudentänzchen vor ihren Fans auf der anderen Seite des Sepp-Helfer-Stadions auf.

„Ich kann es noch gar nicht glauben!“, bekannte der Jetzendorfer Spielertrainer Alexander Schäffler. Er meinte beides: den Sieg gegen den großen Favoriten wie den Saisonverlauf. Denn durch den Erfolg am drittletzten Spieltag haben Ilmtaler drei Punkte Vorsprung auf die Stadtwälder: Die Meisterschaft und der Direktaufstieg in die Landesliga ist zum Greifen nach. „Wir haben es jetzt nicht mehr in der eigenen Hand“, musste Haupt einräumen.

Auf Jetzendorfer Seite gab es zwei Helden: den Siegtorschützen Josef „Seppi“ Keimel, das das Tor des Tages aus halblinker Position ins rechte untere Eck abfeuerte – unhaltbar für ASV-Keeper Korbinian Dietrich (0:1, 39.). Dessen Gegenüber, TSV-Tormann Jeremy Manhard, war der zweite Jetzendorfer Held: Er brachte die ASV-Kicker durch unzählige Paraden schier zur Verzweiflung.

Denn das Ergebnis stellte den Spielverlauf auf den Kopf.Die Hausherren war in die Partie mit einer Anfangsoffensive eingestiegen, die es in sich hatte. Manhard musste sich schon nach drei Minuten mächtig strecken, dann rettete Leon Grauvogl nach einem 16-Meter-Schuss von Dimitrios Papadopoulos auf der Linie (5.). Gleich darauf fischte Manhard einen Freistoß von Andreas Roth aus dem rechten unteren Eck (7.). Ab der 20. Minute schwammen sich die Gäste etwas frei. Schäffler sah sein Team bis zur Pause „auf Augenhöhe“, auch wenn der ASV weiterhin deutliche Feldvorteile hatte. Dann kam die entscheidende Szene: Luis Sarisakal stürmte an der linken Außenlinie nach vorne und legte auf Keimel zurück. Dass der Goalgetter sträflich frei stand, hatte seinen Grund: Zwei Minuten zuvor musste ASV-Innenverteidiger Papadopoulos mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz.

Haupt hatte für ihn den Mittelfeldmann Antonio Andreu eingewechselt, die ASV-Abwehrreihe hatte sich noch nicht sortiert. Keimel nutzte den Freiraum, zog ab und jubelte. ASV-Fußballchef Michael Dietrich ärgerte sich in der Pause, meinte aber auch: „Wir haben noch 45 Minuten Zeit.“ Tatsächlich waren die Stadtwälder nach dem Seitenwechser erdrückend überlegen und erabeiteten sich ein knappes Dutzend bester Einschussmöglichkeiten. Indes sie brachten das Leder einfach nicht im Ilmtaler Netz unter. Haupt musste nicht nur auf Maximilian Bergner (Oberschenkelverletzung) verzichten, sondern auch auf Sebastian Mack (Hochzeitsreise). Dafür stand Philipp Schmidt erstmals 90 Minuten auf dem Platz, blieb aber immer zweiter Sieger im Duell gegen Manhard. Die Gastgeber steckten zwar nie auf, blieben aber glücklos. Haupt seufzte: „Die Jetzendorfer wissen vermutlich selber nicht, warum sie heute gewonnen haben.“ Schäfflers Antwort: „Das ganze Team hat unglaublich gekämpft!“

Am kommenden Samstag kann der TSV Jetzendorf gegen den VfB Eichstätt 2 den Sack zumachen (Lorenz-Wagner-Stadion, 15 Uhr). Gleichzeitig muss der ASV beim FSV Pfaffenhofen gewinnen, falls die Schäffler-Truppe doch noch stolpern sollte.

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