Fußball

Kulic-Wahnsinn zum Jahresabschluss

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Zvonimir Kulic (links) macht schon wieder die entscheidende Kiste und wird von seinen Kameraden, hier Maximilian Bergner, gefeiert.

Dachau - Der ASV-Verteidiger macht schon wieder den entscheidenden Treffer, diesmal gegen Töging.

„Irgendeiner muss die Tore ja machen“, schmunzelte Zvonimir Kulic nach dem Abpfiff der Partie gegen den FC Töging. Der ASV hatte die Partie mit 2:1 (1:1) gewonnen. Den Siegtreffer erzielte der Innenverteidiger, per Kopf, nach einer Ecke von Andreas Roth von links. Es war der fünfte Treffer im sechsten Spiel hintereinander, alle per Kopf, alle extrem wichtig. Dementsprechend würde der blonde Athlet nach dem Tor und nach dem Match von seinen Kollegen und Trainer Steve Zepeda geherzt. „Wahnsinn!“, freute sich Kollege Maximilian Bergner. Eigentlich hätte es des Abwehrsmanns Fähigkeiten vor dem gegnerischen Kasten gar nicht gebraucht, die Stadtwälder waren durchgängig überlegen – und ließen wieder einmal zahlreiche Einschussgelegenheiten liegen. „Einmal haben wir in Halbzeit eins nicht aufgepasst und prompt einen Treffer kassiert“, ärgerte sich Zepeda nach dem Abpfiff. Sein Team durch eine wunderschöne Koproduktion der Roth-Bürder Andreas und Christian sowie dem Abschluss von Timo Aumayer in Führung gegangen (1:0, 5.). Kurz darauf waren die Dachauer in Überzahl, Tögings Kirol Terepe trat Andreas Roth als letzter Mann in die Hacken, wohl eher eine Ungeschicklichkeit als ein Foul. Schiedsrichter Matteo Heiß musste den 33-Jährigen regelkonform vom Feld schicken (12.). Die Dachauer waren sich ihrer Sache nun sicher. Zu sicher, denn kurz darauf verfielen sie in Tiefschlaf, Martin Stefcak nutzte einen Fehlpass zum Ausgleich (1:1, 24.). Fast hätte Kulic sein Team noch vor der Pause in Führung geköpft, doch Tögings brasilianischer Torwart-Oldie Welder De Souza Lima war zur Stelle (45.+1). Nach der Pause dasselbe Bild: der ASV stürmt, Lima hält. Bis die Töginger plötzlich das Heft in die Hand nahmen: Erst schlug Matthias Leiber einen Stefcak-Schuss von der Linie (62.), dann rettete ASV-Keeper Korbinian Dietrich in höchster Not (65.). Doch die Dachauer berappelten sich. Obwohl ihnen der Referee einen glasklaren Strafstoß an Andreas Roth verwehrte (78.) Nun musste Kulic ran – und machte das letzte Tor des Fußballjahres für den ASV Dachau. Dass Andreas Roth in der Nachspielzeit noch einen Elfer an den Pfosten setzte, war nicht mehr wichtig. Zepeda sprach von einem „versöhnlichen Abschluss“. Die Stadtwälder überwintern mit 36 Zählern auf Platz fünf.


kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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