Die Stadtwälder siegen zum ersten Mal seit Langem...

Befreiungsschlag für den ASV

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Der ASV Dachau kann wieder jubeln. Wie hier beim 4:0 durch den starken Miridon Rexhepi (Dritter von links).

Dachau - Die Stadtwälder deklassierten den Landesliga-Letzten TSV Waldkirchen mit 4:0.

Nach dem Match fielen sich die Kicker des ASV Dachau in die Arme, Trainer Bernhard Ahammer klatschte seine Schützlinge ab und umarmte den einen oder anderen. 

Die Erleichterung der Aktiven wie Verantwortlichen nach dem hochverdienten 4:0 (3:0) gegen das Ligaschlusslicht TSV Waldkirchen war mit den Händen zu greifen. Es war der erste Dreier seit dem 12. Oktober – ein Befreiungsschlag. Der Druck zuvor war riesengroß. Die Stadtwälder mussten gegen den Letzten, der nur einen Punkt Rückstand hatte, unbedingt einen Dreier holen. Obwohl Ahammer reihenweise Stammspieler fehlten: vom Urlauber Sebastian Mack über den vergrippten Michele La Cioppa bis zu den angeschlagenen Zvonimir Kulic, Korbinian Beck, Max oder auch Torjäger Philipp Schmidt. Ahammer musste improvisieren. 

Er wählte ein 3-4-3, mit einer Doppel-Zehn. Neben den kampfstarken und gerade erst wieder genesenen ASV-Kämpen Dennis Bergmann stellte der Coach den technisch gewieften Leon Schleich – und gab ihm das Trikot mit der Nummer 10. Ein kluger Schachzug, der 21-Jährige war der auffälligste Akteur auf dem Platz. Und Bergmann war es, der die erste Chance nutzte, per Kopf nach einer Ecke von Andreas Roth (1:0, 6.). Das gab Selbstvertrauen. Das noch wuchs, als Roth eine Flanke von Miridon Rexhepi aus spitzem Winkel ins kurze Eck hämmerte (2:0, 25.). Spätestens jetzt war klar: Die Ahammer-Mannen wollten sich dieses Spiel nicht mehr nehmen lassen. Die Chancen häuften sich. Es war kein Zufall, dass es Schleich war, der den schönsten Treffer des Tages erzielte. Rexhepi legte dem 21-Jährigen die Kugel perfekt in den Lauf – Schleich umkurvte zwei Gästeverteidiger, ging dann links an Keeper Fabian Waschinger vorbei und schob ein (3:0, 32.). Bis zur Halbzeit ließen die ASV-Kicker einige weitere Chancen liegen – ein Edelfan mahnte zur Pause: „Hier müssen viel mehr Tore fallen.“ 

Maximilian Bergner nahm sich den Satz wohl zu Herzen. Er zog zehn Minuten nach Wiederbeginn aus halblinker Position ab, das Leder knallte an die Unterkante der Latte. Rexhepi hatte den richtigen Riecher und drückte die Kugel aus 50 Zentimetern per Kopf ins Netz (4:0, 54.). Von den Gästen war weiterhin nichts zu sehen. Nur in der ersten Hälfte hatten sie einen eher zufälligen Lattentreffer zu verzeichnen – sie wirkten wie ein sicherer Absteiger. Die Stadtwälder spielten munter weiter, Tore fielen aber nicht mehr. Ahammer strahlte nach dem Sieg Optimismus aus: „Dieser Sieg war extrem wichtig! Wir sind heute aggressiv und diszipliniert aufgetreten. Auch noch in der zweiten Hälfte.“ Der ASV Dachau bleibt weiterhin Vorletzter, der Abstand zum Relegationsplatz 16 beträgt vier Zähler. 

Die Differenz könnte schrumpfen, wenn Ahammers Schützlinge im letzten Spiel des Jahres beim SB Chiemgau Traunstein einen weiteren Dreier einfahren könnten (Samstag, Anpfiff: 14 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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