Lokalsport/Trainerwechsel FC Pipinsried

FC Pipinsried trennt sich von Bender

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Beim Spiel gegen den VfB Eichstätt gab Manfred Bender letztmals Anweisungen von der Trainerbank des FC Pipinsried. 

Pipinsried - „Unterschiedliche Auffassungen über Kaderzusammenstellung“ werden als Grund genannt.

Der Inhalt einer Pressemeldung des Regionalligisten FC Pipinsried war keine Überraschung: „Die Wege des FC Pipinsried und Trainer Manfred Bender (52) trennen sich mit Beginn der Winterpause.“ Dass zwischen beiden Parteien das Tischtuch zerschnitten ist, war spätestens seit der Partie beim FC Bayern München 2 am 23. November klar. Nach Informationen der Dachauer Rundschau hatte Manager Roman Plesche die Mannschaft von der anstehenden Trennung unmittelbar vor dem Anpfiff informiert. In einer der Aussagen der Pressemitteilung finden sich Spuren des Konflikts: „Als Trennungsgrund führten beide Seiten unterschiedliche Auffassungen bezüglich der künftigen Kaderzusammenstellung an.“ Beispielhaft mag dafür das Theater um Innenverteidiger Michael Denz gelten, den Bender – zusammen mit Markus Achatz – in der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth 2 schon nach 22 Minuten vom Feld holte. Ob und wie sich Bender und sein Trainerkollege Fabian Hürzeler verstanden haben, bleibt offen. Keiner der beiden hat öffentlich je etwas Negatives über den anderen verlauten lassen. Bis nach dem Bayern-Match, als Hürzeler den bemerkenswerten Satz fallen ließ: „Ich hatte wieder mehr Kommunikation mit unserer Bank.“ Bender fehlte dort offiziell aus Krankheitsgründen. Ansonsten gaben beide Seite in der gemeinsamen Pressemitteilung die üblichen Nettigkeiten von sich. Plesche lobt Bender als „hervorragenden Übungsleiter“, der „menschlich wie fachlich“ zu überzeugen gewusst hätte. Der Ex-Profi sagte: „Die Aufgabe beim FC Pipinsried hat mir Spaß gemacht und auch punktemäßig waren wir im Soll.“ Der Regionalligist holte in den neun Partien unter Benders Ägide elf Zähler (ohne FCB2-Spiel), in den elf Partien zuvor konnte der Dorfklub nur sieben Punkte einsammeln. Benders Schicksal besiegelten wohl die drei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Fürth (2:4), Burghausen (1:3) und Eichstätt (1:2). Ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund für die Trennung dürfte Benders Flirt mit dem Drittligisten Fortuna Köln Ende Oktober gewesen sein (wir berichteten). Bender betonte in der Pressemitteilung dennoch, dass man sich „im Guten“ trenne, er wünsche „dem Verein und der Mannschaft alles Gute“. Plesche ließ am Wochenende noch nicht erkennen, in welche Richtung es in Sachen Trainer geht.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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