Fußball 

Endlich gelang den Stadtwäldern ein Sieg

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Wenn Michael Kornprobst (links) den Ball, gibt er ihn freiwillig nicht mehr her, wie hier der Wasserburger Johannes Lindner erfahren musste.

Dachau/Karlsfeld - Der ASV Dachau entthronte den Tabellenführer, TSV Eintracht Karlsfeld ist Dritter dank Auswärts-Remis.

Das war ein Wochenende ganz nach dem Geschmack der Landkreis-Landesliga-Fans. Erst holte sich der TSV Eintracht Karlsfeld mit einem 1:1 (0:0) einen Punkt beim ehrgeizigen Liganeuling TSV Moosinning, dann entthronte der ASV Dachau den bisherigen Tabellenführer TSV 1880 Wasserburg mit einem verdienten 2:0 (0:0). Wobei die Eintracht fast mit einem Dreier nach Hause gefahren wäre. Bis fünf Minuten vor Schluss hatte die Elf von Jochen Jaschke und Sebastian Stangl mit 1:0 geführt, dank eines 18-Meter-Schusses von Andre Gasteiger ins linke untere Eck. Fitim Raqi hatte einen schnellen Gegenstoß auf dem rechten Flügel geführt, seine Flanke nach legte Michael Dietl mit der Hacke für Gasteiger auf, der nicht lange fackelte (0:1, 56.). Danach nutzte die Eintracht eine Handvoll bester Chancen nicht – die Strafe folgte auf dem Fuße durch ein Abstaubertor von Alexander Auerweck (1:1, 85.). „Am Anfang habe ich mich über den Ausgleich geärgert, aber mit etwas Abstand ist das Remis gerecht“, gab Jaschke anderntags zu Protokoll. Der Aufsteiger rangiert nun auf Platz der. Der ASV ist Zehnter, dank des ersten Sieges in der Punktspielsaison. In der ersten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie zwischen den Gastgebern und ihren Gästen aus Wasserburg. Im glutheißen Sepp-Helfer-Stadion spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Nur Thomas Rieger feuerte einmal ein gefährliches Geschoss auf den Wasserburger Kasten ab und verfehlte ihn nur um wenige Zentimeter (15.). Kurz vor der Halbzeit war indes Fortuna auf Seiten der Stadtwälder: Christoph Scheitzeneder überlupfte ASV-Keeper Artem Bykanov, doch Kevin Zepeda konnte seinen Kopf gerade noch rechtzeitig dazwischen halten (45.). Nach der Pause schlug Michael Kornprobst zu – im typischen Kornprobst-Stil: Jean-Philippe Stephan versuchte zwar, den Hilgertshauser bei dessen Sprint Richtung TSV-Kasten aufzuhalten, hatte aber keine Chance: Kornprobst schüttelte den Deutsch-Franzosen ab und versenkte die Kugel im langen Eck (1:0.52.). Ähnlich wie die Karlsfelder am Vortag versäumten es die Stadtwälder anschließend, aus ihren vielen Folgemöglichkeiten Kapital zu schlagen. Bis die Fußballgöttin wegen des Volksfestauftakts ein Einsehen hatte und Andreas Roth in der Nachspielzeit zu einem zentimetergenauen Pass in den Lauf des jungen Jonas Dworsky inspirierte – endlich klingelte es (2:0, 90.+2). Steven Zepeda war hinterher erleichtert: „Es freut mich für die Jungs, dass es endlich geklappt hat. Gerade rechtzeitig vor dem Derby gegen Karlsfeld.“ Sein Kollege Jaschke (die beide ehedem gemeinsam für den ASV in der BOL gekickt hatten) prophezeit einen „heißen Fight“. Zepeda versprach, alles daran zu setzen, „damit wir den Dreier nach Dachau nehmen können!“ Der Spielbericht ist am Donnerstag auf www.dachauer-rundschau.de zu lesen.

kho 

Quelle: Dachauer Rundschau

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