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„Klassenunterschied, den man sieht“

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Das 1:0 durch Michael Kornprobst (Zweiter von rechts): SVS-Keeper Markus Eisgruber (liegend) war chancenlos. © Kramer

Niederroth - Das Sparkassenpokalfinale 2016/2017 war eine klare Angelegenheit: Mit 4:1 (1:0) setzte sich das Landesliga-Spitzenteam vom Stadtwald gegen den Bezirksligisten SV Sulzemoos durch.

ASV-Sturmtank Michael Kornprobst schoss das erste (36.) und letzte Tor (83.) des Abends, dazwischen trafen seine Teamkollegen Alexander Delpy (53.) und Philip Schmidt (65.), Christian Hain verkürzte für den SVS auf ein zwischenzeitliches 3:1 (76.). SVS-Spielertrainer Michael Stiller sprach hinterher unumwunden vom „Klassenunterschied, den man heute gesehen hat.“ ASV-Coach Frank Peuker fasste den Auftritt seines Teams in die Worte: „richtige Einstellung, konzentrierte Leistung“ zusammen. 

Stammspieler fehlten in der Anfangsaufstellung

Doch wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn der Sulzemooser Offensivmann Stefan Frimmer in der Anfangsphase getroffen hätte (5.). „Den muss er machen“, befand Stiller. Ab da regierte der ASV auf dem sonnenüberfluteten und gut gepflegten Niederrother Grün. Mindestens fünf dicke Einschussmöglichkeiten boten sich den Dachauern, bis sie das erste Mal trafen: Schmidt schlug den Ball vom rechten Flügel scharf in die Mitte, Kornprobst hielt die Schuhspitze hin (1:0, 36.). Beide Teams waren nicht mit Bestbesetzung aufgelaufen: Bei den Dachauern fehlte fast ein halbes Dutzend Stammspieler in der Anfangsaufstellung, die Sulzemooser verzichteten in der ersten Hälfte auf Thomas Edelmann. Tatsächlich brachte der Topstürmer nach dem Seitenwechsel neues Leben in die Bude. Daher wirkte der Treffer von Alexander Delpy auf der anderen Seite wie eine kalte Dusche für die „Macht vom Steindlbach“ und ihren fröhlichen Anhang. „Das Tor hat er in der Kabine angesagt“, berichtete ASV-Keeper Korbinian Dietrich (selber mit makelloser Leistung). Mit Philip Schmidts 3:0 schien die Luft nach einer guten Stunde endgültig raus. 

Blitzsauberer Konter

Einige Sulzemooser glaubten jedoch weiter an ihre Chance, allen voran der unermüdliche Korbinian Wildgruber, der stets gefährliche Zauberfuß Bilal Solanke sowie der schon erwähnte Edelmann. Der Lohn der Mühen: der Anschlusstreffer von Christoph Hain (76.).Die Landesligisten reagierten kühl, legten einfach einen höheren Gang ein und machten mit einem blitzsauberen Konter über Maximilian Bergner und Kornprobst endgültig alles klar (83.). Es war der zwölfte Sparkassenpokaltitel der Stadtwälder, die sich darüber so freuten wie zuvor schon die Zuschauer über den fröhlichen Auftritt zweier Teams der Sturmkicker Niederroth, bei denen Kinder mit und ohne Behinderung miteinander kicken – eine herzerwärmende Vorstellung.

kho

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