Landesliga Südost

Der Unterschied heißt Held

+
Viele Chancen, hier durch Stefan Vötter (rechts) und Philipp Schmidt (im Duell mit Florian Fink), aber kein Tor.

Dachau - Der ASV Dachau dominiert das Derby gegen den VfB Hallbergmoos in der Landesliga, doch der Gegner trifft ins Tor und siegt.

Plötzlich zappelte das Leder im Netz. 52 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt, der ASV Dachau hätte locker mit 4:0 führen können. Dann schickte ein Hallbergmooser einen weiten Ball in die Richtung des erfolgreichsten Stürmers der Landesliga Südost, Benjamin Held.

Stürmer Held entscheidet die Partie

Warum der 30-Jährige völlig ungestört in den Dachauer Strafraum eindringen konnte, das fragte sich hinterher nicht nur ASV-Trainer Frank Peuker: „Da hätte wenigstens ein Innenverteidiger stehen müssen.“ So hatte Held leichtes Spiel und vollendete kühl ins lange Eck (0:1, 53.).

ASV-Spielern fehlt Präzision im Abschluss

Die Flughafen-Anrainer hatten in den ersten 30 Minuten die Partie kontrolliert, dann nahmen die Stadtwälder das Heft in die Hand. Stefan Vötter (36.), Philipp Schmidt (38.) und Dennis Bergmann (43.) kamen nur wenige Meter vor dem Hallbergmooser Kasten zum Abschluss, ließen dabei jedoch jegliche Präzision vermissen. Ein Bergmann-Geschoss nach Wiederanpfiff flutschte VfB-Keeper Dennis Kozel zwar durch die Finger, verhungerte aber kurz vor der Torlinie (49.). „Wahnsinn, was die für Chancen haben“, schüttelte der prominente Gäste-Ersatzkicker Filip Martinovic (früher SV Pullach) den Kopf.

Dachauer beweisen Moral

So ging es nach der Gästeführung weiter: Die Hausherren spielten engagiert, setzten die Truppe von Trainerlegende Toni Plattner mächtig unter Druck und kombinierten sich gefällig bis in den Hallbergmooser Strafraum. Oder erarbeiteten sich aussichtsreiche Freistoß-Positionen. Schmidt hätte locker zweimal einlochen können, Vötter ebenso. Doch alles Engagement blieb ergebnislos, die Gäste schaukelten den Sieg mit Glück nach Hause.

ASV-Trainer hadert mit Chancenverwertung

Plattner stellte hinterher trocken fest: „Der Schmidt ist ja praktisch nicht zu decken. Doch dafür haben wir Benny Held.“ Sein Freund und Kollege Peuker war hingegen so frustriert, dass er Sepp Herberger zitierte: „Wir schaffen es einfach nicht, den Laden hinten über 90 Minuten sauber zu halten. Und wenn man dann vorne kein Tor macht, verliert man so ein Spiel.“ Genau deswegen stünden die Hallbergmooser auf Platz drei und seine Dachauer nur im Mittelfeld, so der ASV-Übungsleiter weiter. Die Stadtwälder sind auf Rang acht abgerutscht. Am kommenden Samstag müssen sie beim Ligaprimus FC Ismaning antreten (14.30 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Kommentare