Mutiger Notelf-Auftritt

Der FC Pipinsried verliert ersatzgeschwächt gegen Aschaffenburg in Bestbesetzung

Julian Kirr  in Aschaffenburg
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Pipinsrieder Personalnot: Ersatztorhüter Julian Kirr musste in Aschaffenburg als Stürmer aushelfen.

Der stark ersatzgeschwächte FC Pipinsried verlor am Dienstag Abend seine Nachholpartie beim Regionalliga-Nachbarn SV Viktoria Aschaffenburg mit 2:1 (1:0). Trotz eines mutigen Auftritts.  

Der Kapitän der Hausherren Daniel Cheron hatte die frühe Führung mit einem Volleyschuss nach einem Einwurf erzielt (1:0, 10.). FCP-Innenverteidiger Jannik Fippl leitete das 2:0 ein, als er das Leder fahrlässig am eigenen Fünf-Meter-Eck vertändelte; Elias Niesigk schob aus sechs Metern ein (57.). Pablo Pigl ließ den Dorfklub nochmals hoffen, als er einen Handelfmeter souverän einnetzte (77.)

Die Pipinsrieder waren nur mit zwölf Mann angereist. Die gerade erst Covid-Genesenen Ahanna Agbowo und Lucas Schraufstetter fehlten ebenso wie der verhinderte Jakob Zitzelsberger. Von den vielen Verletzten ganz zu schweigen. Zudem ist Peter Guinari bei der zentralafrikanischen Nationalmannschaft im Einsatz. So musste der Pipinsrieder Trainer Andreas erneut improvisieren und hoffen, dass sie keiner seiner Schützlinge verletzten würde – denn auf der Bank saß nur Marian Knecht und der zweite Ersatzkeeper Julian Kirr. Soma Orban hütete das Tor.

Nach 39 Minuten fiel die brandneue Flutlichtanlage des städtischen Stadions aus. Schiedsrichter Steffen Ehwald wartete drei Minuten und schickte dann beide Teams in eine vorzeitige Halbzeitpause. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren mehr vom Spiel. Die Unterbrechung dauerte rund 40 Minuten. Die Anlage flackerte kurz auf, gab aber den Geist wieder auf. Kurz bevor der Referee die Partie endgültig beendigen konnte – die Spielordnung setzt bei 45 Minuten die Grenze – gingen die Lichter wieder an. Der FCP spielte nur unter Protest weiter; der Verein überlegt, die Wertung anzufechten. Das gelb-blaue Team suchte dennoch seine Außenseiterchance. Pigl verzog in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit knapp (45.+3). Nach dem Seitenwechsel ging es ohne Zeitverzug weiter. Erneut war es der Pipinsrieder Goalgetter, der aus guter Position zum Abschluss kam (56.). Fippls desaströser Patzer nahm den Gelb-Blauen den Wind aus den Segeln. Bis zum unverhofften Handelfmeter-Geschenk. In der Schlussphase gingen den Gästen sichtbar die Kräfte aus. Thomas schickte in seiner Not sogar noch Kirr für den angeschlagenen Imsak aufs Spielfeld (80.). Aschaffenburgs Coach Jochen Seitz nahm derweil die Zeit durch zahlreiche Wechsel von der Uhr.

Der FC Pipinsried ist auf Rang 14 abgerutscht, am Samstag ist der 18. SpVgg Greuther Fürth 2 ab 14 Uhr zu Gast in der NAT-Arena.

kho

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