Großes Fußballfest in Pipinsried

Der FC Pipinsried verliert mit 1:5 gegen die „kleinen Bayern“

Der FC Pipinsried, hier mit Halit Yilmaz (in gelb-blau) hielt gut mit, aber am Ende waren die U23-Bayern übermächtig.
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Der FC Pipinsried, hier mit Halit Yilmaz (in gelb-blau) hielt gut mit, aber am Ende waren die U23-Bayern übermächtig.

Es war ein „Fußball-Feeling“, das viele Fans in der Region so lange vermisst hatten: Blauer Himmel, ein volles Stadion, darunter viele junge FCB-Fans, Bratwurstduft in der Luft und gute Laune rund um das Grün der NAT-Arena. Dafür sorgten auch drei Dutzend freundliche Bayern-Fans, die sich auf der Gegengeraden unweit der Bayern-Bank aufgestellt hatte. Eine gute Idee, die FCB-Anhänger nicht in den „Käfig“ an der Westseite einzusperren.

Dass die U23 des FC Bayern München schlussendlich mit 1:5 (1:2) die Oberhand behielt, war für die Hausherren vielleicht eine kleine Enttäuschung, aber nicht wirklich eine Überraschung. Der Regionalliga-Zwölfte FC Pipinsried erwies sich dennoch als würdiger Gegner der U23 des FC Bayern, die mit ihren Toptalenten angereist waren, etwa Lucas Copado, Armindo Sieb oder auch Malik Tillmann und Gabriel Vidovic, die am Vorabend im Champions League-Kader der FCB-Profis gestanden hatten.

Die ersten Minuten gehörten dem Bayern-Nachwuchs, doch dann schaltete der FCP auf Angriff um: Angeführt vom Kapitän Pablo Pigl liefen die Gelb-Blauen ihre Gegner hoch an und zwang sie zu Fehlern. Marvin Jike, selber gerade mal 21 Jahre alt, attackierte Gabriel Marusic und spitzelte das Leder zum lauernden Pigl, der sich die Chance aus 17 Metern nicht entgehen ließ (1:0, 18.). Tatsächlich gab der FCP in der Anfangsphase den Ton an: Ein Kopfball von Marvin Jike war haarscharf am Pfosten vorbei gestrichen (14.), Lucas Schraufstetter verfehlte ebenfalls knapp (17.).Pipinsrieds Trainer Andreas Pummer hatte ein überraschend offensives Team mit fünf Angreifern aufgestellt und sogar auf den etatmäßigen „Sechser“ Nikola Jelisic verzichtet. Wie einfach die „kleinen Bayern“ die Partie dann drehen konnten, war allerdings verblüffend. Beim 1:1 durfte Sieb ungestört von links flanken und Copado im Fünf-Meter-Raum ungehindert einköpfen (1:1, 30.).

Das 1:2 war das Resultat eines Copado-Sprints bis zur rechten Grundlinie und eines Querpasses zum ungedeckten Christopher Scott (1:2, 45.). Nach der Pause hatte Schraufstetter zwar nochmals die Möglichkeit zum Ausgleich (56.), aber dann übernahmen die Gäste endgültig die Kontrolle. Das 1:3 besorgte erneut Copado (75.). Vidovic staubte zum 1:4 ab (82.). Das 1:5 wurde David Herold gut geschrieben, dabei wurde er nur von Ahanna Agbowo angeschossen (1:5, 89.). Ein verdienter Sieg für die U23-Talente. Für die Pipinsrieder Spieler und vor allem für die fast 1000 Zuschauer war die Partie ein echtes Erlebnis.

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