Erst eine Pleite, dann der Trainerwechsel

Der FCP verliert beim FCA 2 mit 0:2, entlässt Andreas Thomas und holt Andreas Pummer

Andreas Thomas
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Letzter Auftritt in Augsburg: Andreas Thomas (links) musste am Sonntag seinen Stuhl als FCP-Coach räumen.

 Am Samstag Nachmittag hatte der FC Pipinsried mit 0:2 (0:1) bei der U23 des FC Augsburg verloren, am Sonntag Abend stellte der Verein einen neuen Trainer vor: 

Es ist wenig überraschend Andreas Pummer (39), Aufstiegstrainer des FC Unterföhring und von Türkgücü München. „Pummer“ ist in Pipinsrieds quasi ein Haushaltsname, hatte doch Andreas Pummers Bruder Sebastian Kultstatus beim Dorfklub, als er von 2004 bis 2011 beim FCP kickte. Kein Wunder, dass Andreas Pummer in seiner ersten Stellungnahme auf seinen älteren Bruder Bezug nimmt: „Von meinem Bruder Sebastian weiß ich, dass dort (in Pipinsried – d. Red.) ehrlicher Fußball gespielt wird.“ Er freue sich auf die Aufgabe. Dem entlassenen Trainer Andreas Thomas dankte der FCP in einer Pressemeldung „für seine akribische und zuverlässige Arbeit.“

Pummer hatte sich die Mannschaft schon Ende August live in der NAT-Arena angeschaut, als die Gelb-Blauen den SV Schalding-Heining in einem mitreißenden Match mit 3:0 nach Hause schickten. In Augsburg hingegen wirkte die Truppe von Thomas hingegen komplett verunsichert. Kein Wunder nach sieben Niederlagen in den letzten acht Spielen. Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe waren die Folge. Allerdings waren die Schwaben auch richtig gut: Der Ball lief blitzschnell und präzise durch ihre Reihen, zahlreiche Großchancen waren die Folge: Die Führung war überfällig, als Dorian Cervis kurz vor der Pause das 1:0 köpfte (42.). Einzig Keeper Alexander Eiban hatte sein Team im Rennen gehalten. Bezeichnend, dass seine Vorderleute binnen 90 Minuten nur einen einzigen Schuss auf den Kasten der Jungprofis zustande brachten, durch Serhat Imsak (26.).

Der negative Höhepunkt aus Pipinsrieder Sicht war indes ein uncleveres Foul von Lucas Schraufstetter, der den davoneilenden Cervis von hinten umhakelte. Direkt am Strafraumrand, der Schwabe konnte Eiban schon in die Augen schauen. Die Folge: eine rote Karte (45.). FCP-Präsident Roland Küspert schäumte: „Das darf doch gar nicht wahr sein!“ Als die Pipinsrieder nach der Pause keine Wende zustandebrachten und stattdessen die Augsburger durch Josue Mbila erhöhten (2:0, 63.), war das Schicksal von Andreas Thomas besiegelt. Am kommenden Samstag ist der Pipinsrieder Altrivale SV Heimstetten in Pipinsried zu Gast (14 Uhr). Keine leichte Aufgabe für Andreas Pummer.

kho

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