Der Tabellenführer ASV Dachau setzt sich mit 2:1 gegen Eching durch.

Traf zweimal gegen Eching: Miridon Rexhepi.
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Traf zweimal gegen Eching: Miridon Rexhepi.

Schöner Fußball geht anders. Schöner Fußball ist in diesen Tagen aber auch nicht zu erwarten. Der Bezirksliga-Zweite ASV Dachau leidet sichtlich unter der Corona-Unterbrechung, weil neun Kicker sich den Virus eingefangen hatten. Der zwar gewalzte, aber dennoch tiefe Rasen des Sepp-Helfer-Stadions machte die Lage auch nicht besser.

Klar, dass die Stadtwälder sich einen klaren Sieg vorgenommen. Klar auch, dass sich ihre Gegner hinter die Mittellinie zurückziehen und sich mit Händen und Füßen wehren würden. Doch das Gegenteil war der Fall: In der ersten Viertelstunde hatten die Echinger mehr vom Spiel und mit ihren Kapitän Florian Höltl die erste dicke Chance nach einem unkontrollierten Pingpong im ASV-Strafraum. Höltls Schuss aus zehn Metern wurde von irgendeinem Bein abgefälscht (16.). Doch danach zeigten die ASV-Mannen, wer der Herr im Hause ist. Maximilian Bergner zog auf der rechten Seite bis zur Grundlinie, Christoph Krüger verpasste die Hereingabe nur um Haaresbreite (26.). In der 21. Minute war es dann soweit. Diesmal dribbelte sich Bergner auf der linken Seite durch die Echinger Slalomstangen, einschließlich Tormann Alessandro Kessler. Miridon Rexhepi hatte kein Problem, aus zentraler Position ins Gehäuse einzuschieben (1:0, 21.).

So weit, so gut. „So könnte es weiter gehen“, dachten sich die ASV-Fans. Stattdessen wurde die Sache zäh und zäher, so wie der Untergrund. Zumal die Schützlinge von Manuel Haupt wieder einmal gute Einschussmöglichkeiten ausließen, so Rexhepi (37. und 38.). Unmittelbar vor der Pause musste ASV-Schlussmann Korbinian Dietrich sogar zwei Prachtparaden auspacken, um das Remis in die Pause zu retten (45.). Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Abnutzungsschlacht fort. Erst eine der gefährlichen ASV-Ecken schien für die Vorentscheidung zu sorgen. Bergner lupfte die Kugel ins Getümmel, der hochgewachsene Tim Bürchner machte das Zweitbeste daraus – ein Beinahe-Tor, das Rexhepi vollendete (2:0, 71.). Die Fans wähnten sich nun im grünen Bereich, die Spieler wohl auch. Prompt verkürzten die Gäste durch Manuel Goronzi (2:1, 75.). Allerdings hatte der Echinger seinen Körper grenzwertig gegen Dimitrios Papadopoulos eingesetzt. Haupt sprach von einem „klaren Foul“.

Zum Glück blieb es bei dem Stand. Der ASV bleibt Zweiter hinter dem TSV Jetzendorf, hat aber noch drei Nachholspiele vor der Brust. Ob die Partie beim SVN Lerchenau am Donnerstag um 19 Uhr stattfinden kann, wird sich zeigen.

kho

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