Der TSV Eintracht Karlsfeld beendet das Halbjahr auf Rang vier

40-mal in 21 Punktspielen konnten die Eintracht-Kicker heuer jubeln (von links): Michael Dietl, Fitim Raqi, Leon Ritter und Marko Juric.
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40-mal in 21 Punktspielen konnten die Eintracht-Kicker heuer jubeln (von links): Michael Dietl, Fitim Raqi, Leon Ritter und Marko Juric.

Das Karlsfelder Landesliga-Team der Saison 2021/2022 hat im ersten Halbjahr nahtlos an die starken Leistungen der XL-Spielzeit 2019/2021 angeschlossen. Von Juli bis Mitte November nahm die Truppe des Trainerduos Jochen Jaschke und Sebastian Stangl immer einen der Top drei-Plätze ein

Erst am letzten Spieltag vor der Winterpause rutschten die Weiß-Blauen auf Platz vier (21 Spiele/44 Punkte), weil sie gegen den souveränen Tabellenführer SV Erlbach (21/54) mit 0:3 den Kürzeren zogen, während der SV Schwaig dank eines glücklichen 1:0-Erfolgs beim FC Töging an der Eintracht vorbeizog (21/46). Auf dem zweiten Platz rangiert der FC Unterföhring (21/47). „Wir wollen so lange wie möglich ganz oben mitmischen“, gab Stangl umgehend als Ziel für die Frühjahrsrunde aus.

Wie jedes Jahr, seitdem Jaschke und Stangl in Karlsfeld das Zepter schwingen, gelang der Eintracht im Sommer ein Traumstart mit fünf Siegen und einem Remis (in Erlbach). Durchaus überraschend, denn das Team hatte einige Abgänge zu verkraften: Torjäger Martin Schön und Rechtsaußen Kubilay Celik wechselten zum Bayernligisten VfR Garching, Publikumsliebling Burkibar Cisse suchte sein Glück beim Tiroler SV Wörgl in der österreichischen Regionallliga (dritte Spielklasse). Dafür kamen zwei „alte Kämpen“ vom TSV Dachau 1865 zurück: Dominik Schäffer und Thomas Ettenberger. Zudem schlossen sich zwei Hochtalentierte dem Kader an: der 21-jährige Stürmer Leon Ritter (zuvor SV Pullach), der seitdem mit Vereinsikone Michael Dietl ein kongeniales Duo bildet, sowie der erste 19-jährige Außenbahn-Experte Abdul Bangura (FC Ingolstadt U19). Als Neuzugang kann zudem der 22-jährige Innenverteidiger Kilian Cuni gelten, eine Schlüsselfigur in der Karlsfelder Defensive. Aus den eigenen Nachwuchsreihen rückten weitere Talente nach: etwa Ivan Ivanovic, Tim Duchale oder Lorenzo Kehl. Zusammen mit Leistungsträgern wie Fitim Raqi (der lange verletzt war), Pascal Sattelberger, Marko Juric oder Fabian Schäffer ergibt sich daraus „der beste Kader, seitdem wir hier sind“, wie Stangl feststellt.

Der erste Dämpfer kam Ende August mit einer 1:5-Heimpleite gegen den FC Unterföhring. Die Rundschau schrieb damals: „Irgendwann endet jede Erfolgssträhne. (…) Wobei den Karlsfeldern eigentlich nichts vorzuwerfen ist – ihre Gäste waren einfach besser und hatten noch dazu das nötige Glück.“ Es war ein Ausrutscher. Es folgten sechs Dreier sowie das 4:0 im Sparkassenpokal gegen den TSV Dachau 1865. Unterbrochen nur von einer 1:2-Niederlage in Bruckmühl, bei der sich allmählich die ständigen Englischen Wochen bemerkbar machten: Ein halbes Dutzend Stammspieler fehlten, zu allem Überfluss sah Cuni rot. Es folgte dennoch ein begeisterndes 4:1 zu Hause gegen Landshut. Doch ab Mitte Oktober ging der Eintracht allmählich die Puste aus: drei Dreiern standen bis Jahresende drei Niederlagen und ein Remis gegenüber. Besonders bitter: das 0:2 beim Schlusslicht in Traunstein.

Im neuen Jahr will die Eintracht wieder angreifen. „Vielleicht reicht es nicht zu ganz oben“, meint Stangl, „aber wir wollen weiterhin schönen Fußball bieten.“ Zum ersten Testspiel empfangen die Karlsfelder den Bayernliga-Drittletzten VfB Hallbergmoos am Samstag, 5. Februar (13 Uhr, Kunstrasen).

kho

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