Der TSV Jetzendorf verliert gegen den SV Nord Lerchenau mit 2:4.

Maximilian Kreitmair. von TSV Jetzendorf
+
Sorgte für frischen Wind und erzielte einen Treffer: Maximilian Kreitmair.

Die Euphorie nach dem 4:1-Erfolg gegen den FSV Pfaffenhofen in der Vorwoche ist beim TSV Jetzendorf schon verflogen: Am vergangenen Sonntag unterlagen sie dem SV Nord Lerchenau zu Hause mit 2:4 (1:2). Wie schon bei den Niederlagen gegen Schwabing und Dornach war das Defensivverhalten der Jetzendorfer entscheidend für das Resultat:

„Mit diesem Zweikampfverhalten kann man nicht gewinnen“, ärgerte sich Spielertrainer Alexander Schäffler nach dem Abpfiff. Er unterstellte seinen Kickern, nicht mehr derselben Leidenschaft in die Partie gegangen zu sein wie im Derby gegen Pfaffenhofen. Ein hartes, vielleicht zu hartes Urteil. Denn die Münchner sind eine richtig abgezockte Truppe, mit dem 34-jährigen Ex-Profi Karl-Heinz Lappe (FCI, FCB 2, Mainz) und den früheren ASV-Stützen Stephan Hagleitner (35) und Peter Zeussel (34) an der Spitze. Allen vier Treffern gingen genial einfache Kombinationen voraus, die Torschützen zeichneten sich durch Cleverness aus: so der robuste Edin Smajlovic beim 0:1 aus spitzem Winkel (6.), Martin Angermeier mit einem Abstauber (0:2, 30.) und Hagleitner mit einem coolen Heber aus 25 Meter (1:3, 42.). Dabei waren die Hausherren überlegen, hatten mehr Ballbesitz und Riesenchancen: Etwas als Schäffler den Innenpfosten traf und Dominik Liebl es schaffte, den Abpraller aus vier Metern neben den Kasten zu setzen (20.).

Des Spielertrainers nächster Versuch saß dafür: Der quirlige Luis Sarisakal hatte eine Ecke von links auf den Elfmeterpunkt gehoben, Schäffler setzte sich gegen zwei Münchner durch (1:2, 32.). Die Oberilmtaler bekamen Oberwasser: Schäffler hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß (32., 38.). Hagleitners Treffer kurz vor der Pause wirkte wie eine kalte Dusche. Die Jetzendorfer schüttelten sich und brachten die lange verletzten Markus Pöllner und Maximilian Kreitmair zur zweiten Halbzeit. Nun herrschte ein völlig anderer Wind: Kreitmair schaffte den Anschlusstreffer (2:3, 71.). Die Fans erwarteten den Ausgleich, vielleicht sogar einen Sieg.

Dann hebelten Zeussel und Smajlovic die Jetzendorfer Abwehr mit einem Doppelpass aus, der ehemalige Dachauer Torjäger zog den Stecker (2:4, 84.). Der TSV Jetzendorf bleibt Bezirksliga-Tabellenführer, weil der ASV Dachau spielfrei hatte. Die Stadtwälder haben ihre Corona-Probleme und können am Samstag in Rohrbach wieder angreifen (14.30 Uhr). Ob die Jetzendorfer eine halbe Stunde früher in Palzing antreten können, wird sich zeigen: Simon Oberhauser hat der Virus erwischt.

kho

Auch interessant:

Meistgelesen

Auszeichnung für Dachaus Ausnahme-Athleten
Dachau
Auszeichnung für Dachaus Ausnahme-Athleten
Auszeichnung für Dachaus Ausnahme-Athleten
 VfL Egenburg: Mit positiver Aussicht in die Zukunft
Dachau
 VfL Egenburg: Mit positiver Aussicht in die Zukunft
 VfL Egenburg: Mit positiver Aussicht in die Zukunft

Kommentare