Rad-Gedenkfahrt nach Vught

Radfahren für Freundschaft und Versöhnung

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Eine Gruppe aus Niederländern und Deutschen unternahm im Nachgang zu den Feierlichkeiten zum „70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Dachau“ eine Fahrradtour von der KZ Gedenkstätte Dachau zur KZ Gedenkstätte Vught (Niederlande). Mit dabei die Dachauer Helmuth Freunek und Max Hribar.

Dachau - Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ - Dachau ehren niederländische und deutsche Radfahrer die Opfer des Nazi-Regimes mit einer Rad-Gedenkfahrt.

13 Radsportler, fünf aus Deutschland und acht aus den Niederlanden starteten letzten Montag am Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte. Die Fahrradtour dauert acht Tage und endet an der KZ Gedenkstätte Vught in Holland. Stadtrat und Soli-Vorstand Wolfgang Moll startete pünktlich um 8.15 Uhr mit Zeitgeschichtsreferent Günter Heinritz die Gedenktour.

"Wollen zeigen, dass nach langer Zeit Raum für Vergebung da sein muss"

Pieter Breen, Sohn des politische Gefangenen Herman Lodewijk Breen (1914 bis 1994), der in Dachau und in Vught inhaftiert war, ist einer der wichtigsten Initiatoren dieser Gedenkfahrt. Zusammen mit seinem Sohn Erik fährt er die gesamte Distanz von 600 Kilometern mit. Die Gäste aus Apeldoorn freuten sich über die Freundschaften, die sie über die Jahre in Dachau geschlossen haben, denn das niederländische Dachau Komitee (NDC) organisiert alle fünf Jahre eine Reise nach Dachau um ihrer Angehörigen zu gedenken. Andre van Berne, Mitorganisator der Tour hielt vor dem Start eine kurze Rede: Er warnte dabei vor aller Art extremer Ideologien, sagte aber auch: „Auf diese Weise wollen wir zeigen, dass nach so langer Zeit Raum für Vergebung sein muss, und wir in

die Zukunft schauen sollten“.

Etappen und ihre Mitfahrer

Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann wünschte den Radsportlern eine schöne und unfallfreie Fahrt. Er begleitete, wie auch Björn Mensing, Pfarrer der evangelischen Versöhnungskirche, die Gruppe die ersten Kilometer. Die erste Etappe endete in Augsburg. Dort fahren die Biker mit dem Zug nach Karlsruhe. Ab Karlsruhe treten die Sportler wieder selbst in die Pedale. Auf der Strecke sind in verschiedenen Orten Empfänge geplant. In Hückelhoven stößt Wolfgang Moll zur Gruppe dazu. Am 12. Mai wird der Tross in der KZ Gedenkstätte Vught erwartet. Am National Monument Kamp Vught legen die Radsportler zum Abschluss der Tour einen Kranz nieder.

roc

Quelle: Dachauer Rundschau

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