Die SpVgg Kammerberg bringt den TSV Jetzendorf an den Rande einer Niederlage.

Dominik Daubner und Simon Oberhauser im zweikampf
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Die Kammerberger (links Dominik Daubner) und die Jetzendorfer (rechts Simon Oberhauser) teilten sich am Sonntag den Ball und die Punkte.

Als die reguläre Spielzeit im Jetzendorfer Lorenz-Wagner-Stadion abgelaufen war, führte die abstiegsgefährdete SpVgg Kammerberg beim Bezirksliga-Tabellenführer TSV Jetzendorf mit 1:0 (0:0). Ein Konter über Robert Villand hatte zum bis dahin einzigen Tor des Tages geführt. Der Kammerberger Zehner legte nach rechts auf dem mitgelaufenen Lukas Fladung. Der sprintete weitere zehn Meter und zog aus vollem Lauf ab (0:1, 71.).

Die Jetzendorfer hatten in dieser Phase mit aller Macht auf den Entscheidungstreffer gedrängt, machten sich damit aber hinten angreifbar. Nun musste der TSV seinen letzten Joker ziehen: Spielertrainer Alexander Schäffler. Der Haken: Der 31-Jährige laboriert seit Wochen an einer Oberschenkelzerrung, schon nach seinem ersten Sprintversuch war zu sehen, dass Schäffler „unrund“ lief. So war es dem früheren Gündinger Dominik Liebl vorbehalten, für Weihnachtsstimmung im Ilmtal zu sorgen. Als ihm der Ball am Strafraumrand vor die Füße fiel, zog Liebl mit aller Kraft ab – irgendwie schaffte es die Kugel, zwischen gefühlten 20 Beinen hindurch den Weg ins Netz zu finden (1:1, 90.+1).

„Uns haben wieder nur Sekunden zum Sieg gefehlt“, ärgerte sich Kammerbergs Coach Matthias Koston nach dem Abpfiff. Schon gegen den FSV Pfaffenhofen hatte sein Team einen Auswärtssieg in der Nachspielzeit aus der Hand gegeben, nun wieder: „Das könnten entscheidende Punkte sein, die am Ende fehlen“, befürchtet der Kammerberger. Alexander Schäfflers erster Kommentar lautete: „Vom Ende aus betrachtet fühlt sich der Punkt ganz gut an.“ Doch dann legte er nach: „Ein Unentschieden war nicht unser Anspruch, insgesamt war es eine schlechte Leistung.“ Beide Teams gingen sozusagen „am Stock“. Koston musste drei A-Jugendspieler mitnehmen, weil ihm die Spieler ausgegangen waren. Bei Jetzendorf liefen die angeschlagenen Markus Pöllner und Maximilian Kreitmair auf.

Die Oberilmtaler hatten wie erwartet mehr von der Partie, die Kicker vom Ampertalrand überraschten immer mal wieder durch schnelle Gegenattacken. Insgesamt war das Unentschieden durchaus gerecht. Für den TSV Jetzendorf (18 Spiele/36 Punkte) ist das Fußballjahr 2021 beendet. Ob die Schäffler-Crew als Bezirksliga-Erster vor dem ASV Dachau (15/35) überwintert, entscheidet sich in den Nachholspielen der Stadtwälder oder durch die Staatsregierung, die angeblich über einen Sportstopp nachdenkt.

kho

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