Ohne Drei Spiel gedreht

Aus einem 1:3 macht der Dorfklub ein 4:3 gegen Schwabmünchen. Dachau 65 ohne Chance gegen U21-Löwen

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Nicht zu bremsen: Oliver Wargalla traf dreimal gegen Schwabmünchen.

Pipinsried - Ohne Drei Spiel gedreht

Beim Bayernliga-Favoriten FC Pipinsried kochten am vergangenen Samstag nicht nur die Temperaturen in der NAT-Arena. Sondern auch die Emotionen: 1:3 lag die Heimelf zur Halbzeit gegen den TSV Schwabmünchen zurück, 4:3 hieß es nach 94 Minuten. 

Die Tribüne jubelte: Das Starteam hatte Charakter gezeigt und das Match gedreht. An der Dachauer Jahnstraße trug man derweil Trauer: der TSV Dachau 1865 ging gegen die zweite Mannschaft des TSV 1860 München mit 0:3 (0:3) baden, trotz 43-minütiger Überzahl. Die Pipinsrieder waren„Ohne Drei“ ins Match gegangen: Spielertrainer Fabian Hürzeler fällt wegen einer Fraktur des Schienbeinkopfes für zirka zwei Wochen aus; die Verletzung hatte er sich beim 1860-Spiel zugezogen. Sein Kollege Muriz Salemovic musste arbeiten, ebenso Torjäger Pablo Pigl. Dafür standen zwei andere Spieler im Mittelpunkt: Oliver Wargalla mit drei Treffern (2., 65. und 68.) und der junge Keeper Johann Hipper, der zwar nach 21 Minuten einen Foulelfmeter verursacht hatte und nicht abwehren konnte, dafür aber beim Stande von 4:3 für den FCP einen zweiten Strafstoß von Maik Uhde prächtig aus der Ecke angelte (74.). 

„Wenn Maik den macht, ist noch alles möglich“, bedauerte der Schwabmünchner Coach Paolo Maiolo hinterher. Der FCP war schnell durch Wargalla in Führung gegangen (2.), wurde aber danach von den Gästen „regelrecht überrollt“, so Hürzeler. Erst traf Uhde mit einem Fernschuss (17.), dann vom Elfmeterpunkt (21.) und schließlich schien Routinier Thomas Rudolph nach einer Balleroberung für eine frühe Vorentscheidung zu sorgen (26.). In der Halbzeit stellte Hürzeler von Dreier- auf Viererkette um – FCI-Nachwuchsmann Alexander Langen ersetzte den Ex-FCP-Kapitän Max Zischler (46.), zudem musste der blasse Kenan Muslimovic dem Linksverteidiger Timon Kuko weichen; Dennis Hoffmann rutschte ins Mittelfeld. Der Lohn der Mühen: Marcel-Pascal Ebeling sorgte mit dem Anschlusstreffer für Hoffnung (61.). 

Anschließend stand Wargalla zweimal goldrichtig: nach einem weiten Ball von Kuko (65.), sowie nach einem Freistoß von Amar Cekic (68.). In Dachau benötigten die U21-Löwen nur acht Minuten, um den Hausherren die Zähne zu ziehen: der Ex-Pipinsrieder Kevin Nsimba traf zweimal (30., 37), dazwischen jubelte Kristian Böhnlein (35.). Selbst als Gäste-Defensivmann Lennert Siebdrat mit der Ampelkarte das Spielfeld verlassen musste (47.), wussten die Gastgeber nichts mit der Überzahl anzufangen. 

Der TSV Dachau 1865 ist nach vier Spieltagen Elfter (5 Punkte), der FC Pipinsried Zweiter (8) hinter dem Überraschungs-Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg (12). Am kommenden Freitag besuchen die Dachauer die starken Schwabmünchner (18.30 Uhr), die Pipinsrieder sind am Samstag beim FC Ingolstadt 2 zu Gast (14 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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