Eintracht bietet Favoriten Paroli

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Gute Chance zum 2:0: Dominik Pöhlmanns Kopfball ging nur knapp am Erlbacher Kasten vorbei. Mitten im roten Getümmel: sein Teamkollege Martin Schön (Zweiter von rechts).

Dachau - Die Karlsfelder standen beim 1.1 gegen Erlbach sogar kurz vor dem Sieg.

Viel hat nicht gefehlt und dem Landesligisten TSV Eintracht Karlsfeld wäre am vergangenen Sonntag eine weitere Sensation gelungen. 

Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff führte das Team des Trainerduos Jochen Jaschke und Sebastian Stangl mit 1:0 gegen den Tabellenführer aus Ostbayern – einer der Topfavoriten für den Aufstieg. Andre Gasteiger hatte den Führungstreffer erzielt: Nach einer Flanke von Kubilay Celik, die Martin Schön per Kopf verlängert hatte, lief der Südtiroler von links in den Erlbacher Strafraum ein und spitzelte die Kugel an Gäste-Tormann Jakob Leibel vorbei ins linke untere Eck (1:0, 60.). Bis dahin hatten sich beide Teams neutralisiert: Sowohl die Gäste als auch die Gastgeber liefen mit einem 4-4-2 auf. Die Eintracht mit den beiden Sturmspitzen Michael Dietl und Schön. 

Doch große Torchancen boten sich ihnen vor den Augen von Bürgermeister Stefan Kolbe nicht. Nur in der Anfangsphase schlenzte Gasteiger einen Ball in die Gasse, Schön rutschte rein und setzte die Kugel knapp neben das Gehäuse (20.). Der Grund für die Abschlussflaute: Die Erlbacher um ihren neuen Spielertrainer Lukas Lechner (drei Zweitliga-Spiele für Burghausen) hatten ihre beiden Ketten extrem aufgestellt und rückten geschlossen nach bis zur Mittellinie nach vorne. „Wir haben deswegen versucht, das Spiel breit zu machen, um Lücken zu erhalten oder Diago-Pässe spielen zu können“, erzählte Jaschke nach dem Abpfiff. Das gelang nicht oft. Doch wenn, wurde es gefährlich. So kurz vor dem Ausgleich, als der eingewechselte Lennart Siegburg nach einer Diagonalflanke nach Innen zog (75.) Fünf Minuten später setzte Dominik Pöhlmann einen Kopfball nach Gasteiger-Ecke von rechts hauchdünn neben den linken Pfosten (70.) Die Erlbacher verstärkten derweil ihren Druck immer mehr. Bis Marcell Arnold von der rechten Außenlinie ungestört flanken konnte und den chancenlosen Eintracht-Tormann Dominik Krüger mit einem akrobatischen Seitfallzieher überwand (1:1, 80.). 

In der Nachspielzeit strich ein 20-Meter-Gewaltschuss von Dominik Leisch knapp am Erlbacher Tor vorbei (90.+2). „Den hatte ich schon drin gesehen“, schnaufte Jaschke durch. Er war dennoch mit dem Resultat zufrieden. Allerdings fehlten den Ostbayern mit Neuzugang Endurance Ighagbon (zuvor Ismaning und Töging) und Kultstürmer Johannes Maier ihre besten Stürmer. Am Ranking in der Landesliga Südost ändert sich nichts: Erlbach führt vor der punktgleichen Eintracht (beide 26 Punkte). 

Am Samstag besuchen die TSV Waldkirchen im Bayerwald. Der Mannschafts- und Fanbus fährt um 11.15 Uhr an der Jahnstraße ab, Anpfiff 15 Uhr. Speisen und Getränke gibt es an Bord.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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