Krüger rettet einen Punkt

Eintracht Karlsfeld trennt sich 2:2 von den Sportfreunden Schwaig. 

Keeper und Kapitän  von Eintracht Karlsfeld Dominik Krüger.
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Rettete hinten den wichtigen Punkt für die Eintracht: Keeper und Kapitän Dominik Krüger.

Es sah schon alles nach einer Niederlage aus: 2:1 führten die Gäste aus dem Erdinger Land, als die zweite Minute der Nachspielzeit zum Ticken anfing. Sekunden vorher hatte der 36-jährige Spielertrainer der Schwaiger, Benjamin Held, den Kürzeren im Duell mit Eintracht-Keeper Dominik Krüger gezogen.

Ausgerechnet Held, ein ausgebuffter Torjäger, der gefühlte hundert Spiele in der letzten Minute entschied. Oft zu Lasten von Mannschaften aus dem Dachauer Land. Wie man es richtig macht, zeigte auf der anderen Seite der 31-jährige Michael Dietl. Mit einer Gelenkigkeit eines Teenagers semmelte er die Kugel quer in der Luft liegend in die Maschen (2:2, 90.+1). Beim allerletzten Angriff des Abends hätte Dietls Stürmerkollege Leon Ritter sogar noch den Siegestreffer erzielen können. Aber das wäre wohl des Guten zu viel gewesen.

Denn der Landesliga-Dritte aus dem 900-Einwohner-Ort spielte den Zweiten aus der 20.000-Einwohner-Gemeinde anfänglich förmlich an die Wand. Schon nach drei Minuten hatte ihr Mittelstürmer Raffael Ascher eingenetzt – ein weiter Pass hatte ausgereicht, die Karlsfelder Abwehr auszuhebeln (0:1, 3.). Im Turbotempo ging es weiter. Schwaigs Linksaußen Markus Straßer hatte das zweite Tor auf dem Fuß, hätte Krüger nicht mit einer Glanztat gerettet (15.). Die zeigte der Keeper auch, als Ascher gleich darauf auf ihn zustürmte. Dass dem Gäste-Torjäger der abwehrte Ball war Pech, gegen seinen Nachschuss konnte Krüger nichts ausrichten (0:2, 15.). „Die Schwaiger waren viel zu schnell für uns“, analysierte Karlsfelds Coach Jochen Jaschke später. Doch so langsam fingen sich die Blau-Weißen. Und sie spielten endlich ihre Stärken aus, zum Beispiel Freistöße. Pascal Sattelberger war es, der einen präzisen Ball in den Strafraum der Sportfreunde fliegen ließ – Ritter berechnete die Flugbahn am besten (2:1, 40.). Fast wäre Dietl sogar noch der Ausgleich vor der Pause gelungen: Schwaigs Defensivmann Mario Simak wollte seinen Torwart Franz Hornof einbinden. Dietl hatte aufgepasst und ging dazwischen, Hornof – ein alter Weggefährte Helds – bewies seine Klasse (44.).

Nach der Pause übernahmen die Hausherren immer mehr die Kontrolle. Hornof entschärfte einen Schuss von Marko Juric (61.), Dietl verzog nur um Zentimeter (63.). Wobei die Gäste durch Konter immer gefährlich blieben. Am Ende trennten sich die Teams gerechterweise mit einem Remis. Profiteur des Unentschiedens war der bisherige Vierte FC Unterföhring, der mit einem 3:0 gegen den SB Rosenheim an den beiden vorbeizog, nun Zweiter ist (41 Punkte) vor den punktgleichen Karlsfeldern und den SF Schwaig (40.). Ganz vorne thront weiterhin der SV Erlbach (47.).

Am kommenden Samstag besucht die Eintracht den Zehnten TSV Kastl (14 Uhr).

kho

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