Verfrühtes Weihnachtsgeschenk

Die Eintracht Karlsfeld ist Weihnachtsmeister

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Die Eintracht-Offensive – hier Martin Schön – fackelte auf ihrem brandneuen Kunstrasen ein beeindruckendes Fußballfeuerwerk gegen den Kircheimer SC ab.

Karlsfeld - Die Karlsfelder besiegen den Kirchheim SC mühelos mit 3:0 und führen die Wintertabelle deutlich an.

Noch nach dem 1:0 blieb der Präsident des TSV Eintracht Karlsfeld, Rüdiger Meyer, vorsichtig: „Der Sieg ist noch nicht in trockenen Tüchern.“ 

Der Eintracht-Boss hatte Recht, denn als Martin Schön das erste Tor für die Karlsfelder Landesliga-Kicker gegen ihren Angstgegner Kirchheimer SC erzielte, waren erst 18 Minuten gespielt. Doch andererseits hatten die Schützlinge der Trainer Jochen Jaschke und Sebastian Stangl bis dahin schon einen Auftritt hingelegt, der den Gästen und den wenigen Zuschauern schier den Atem raubte. Kubilay Celik köpft gefährlich auf den Kirchheimer Kasten (1.). Schön zieht aus spitzem Winkel ab (4.). Kombination Celik, Schön, Andre Gasteiger: Außenpfosten! (8). Fabian Schäffer verfehlt aus zehn Metern minimal (11.). Fitim Raqi dribbelt sich durch die Gäste-Abwehr und lupft über KSC-Schlussmann Ivan Babic und Gehäuse (12.) Dann endlich die Erlösung: Kapitän Thomas Oswald schüttelt einen genialen 40-Meter-Diagonalpass aus dem Fußgelenk, genau auf Schön, der sich gegen zwei Kirchheimer durchsetzt und Babic mit einem akrobatischen Heber überwindet (1:0, 18.). Kurz darauf hämmert Gasteiger ans Lattenkreuz (25.) Es war ein Feuerwerk, dass die Karlsfelder am vergangenen Samstag entzündeten, eines Liga-Ersten im letzten Spiel des Jahres mehr als würdig. Genau diese Maßgabe hatten Stangl und Jaschke ihren Schützlingen mitgegeben: „Tretet mit breiter Brust auf, Ihr seid Tabellenführer!“, zitierte Stangl nach dem Match die Vorab-Ansprache. Eine zweite Maßgabe lautete: „Lasst Euch nicht auf das emotionale Spiel der Kirchheimer ein.“ 

Der dritte Rat war eine taktische Vorgabe: Das Team sollte sich hinter der Mittellinie in einem 4-1-4-1 zurückziehen, auf Ballverluste warten und dann blitzschnell umschalten. Eine kluger Schachzug. Begünstigt durch den traumhaften neuen Kunstrasen, der den Karlsfelder Feinfüßen in die Karten spielte. Meyers oben zitierte Skepsis war indes berechtigt: Der KSC ist kampfstark und gerade bei Standards immer gefährlich. Das zeigte sich schon bei der ersten Ecke (17.). Und auch im weiteren Verlauf der Partie. Etwa durch Stürmer Peter Schmöller, der die Kugel zehn Zentimeter verzog (33.). Dann war wieder Schön mit einem Pfostenschuss an der Reihe (38.). Bis Gasteiger sich und das Team endlich mit dem zweiten Treffer belohnte – ein sehenswertes Tor, das Raqi per Hacke einleitete (2:0, 41.). In der zweiten Hälfte hätte Raqi eigentlich das 3:0 erzielen müssen (56.) oder Schmöller das 2:1 (61.), aber beide Male reagierten die beiden Keeper – Babic und Dominik Krüger – sensationell. So blieb es dem Karlsfelder Urgestein Paolo Albanese vorbehalten, in der letzten Spielminute durch einen Kunstschuss einen Deckel auf die Partie und ein bemerkenswertes halbes Jahr zu setzen (3:0, 90.+1). 

Der TSV Eintracht Karlsfeld ist „Weihnachtsmeister“ mit sechs Punkten Vorsprung auf den SV Erlbach, dessen Partie in Waldkirchen witterungsbedingt abgesagt wurde.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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