Eintracht Karlsfeld spielte sich wieder an die Spitze der Tabellen

Eintracht ist wieder ganz oben

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Auf dem Weg zum Ampfinger Tor: Karlsfelds Rechtsaußen Kubilay Celik, Gästeverteidiger Nadil Buljubasic hat das Nachsehen.

Karlsfeld - Die Karlsfelder bändigen Ampfing mit 2:0 und überraschender Taktik – Dietl und Celik treffen.

Wer den Aufstellungsbogen vor dem Sonntag-Abend-Match zwischen dem TSV Eintracht und dem TSV Ampfing studierte, rieb sich verwundert die Augen: Toptorjäger Andre Gasteiger saß nur auf der Bank, ebenso Martin Schön. 

Trainer Sebastian Stangl begründete: „Wir wollten neue Impulse zum Jahresende setzen und vertrauen auf eine Offensive mit Kubilay Celik und Sturmführer Michael Dietl.“ Als Stangl diese Aussagen dem Reporter der DACHAUER RUNDSCHAU in den Block diktierte, stand es 2:0 für die Karlsfelder. Die Torschützen hießen Dietl (19.) und Celik (30.) – er und sein Kollege Jochen Jaschke hatten alles richtig gemacht. Zumal der Halbzeitstand bis zum Schlusspfiff hielt. Die Konsequenz: Die Eintracht hat wieder die Tabellenführung der Landesliga Südost übernommen, mit zwei Zählern Vorsprung auf den VfB Hallbergmoos und den Dritten SV Erlbach. Das Trainerduo überraschte gegen Ampfing nicht nur durch die Aufstellung, sonder auch durch eine defensiven, engmaschigen Taktik: Dietl, Celik und ihr dritter Mann, Burkibar Cisse, warteten erst an der Mittellinie auf die Gäste, dicht hinter ihnen stand eine Mittelfeld-Dreierkette. Mit engem Abstand folgten die vier Verteidiger. Das Bollwerk hielt: Eintracht-Tormann Dominik Krüger hatte bis zur Pause praktisch nichts zu tun. Auf der anderen Seite wurde es immer dann gefährlich, wenn die Karlsfelder blitzschnell umschalteten und Celik (rechts) oder Cisse (links) einsetzten. 

Die zweite Waffe der Eintracht waren ihre ruhenden Bälle. In der ersten Hälfte schlug sie der wieder genesene und erstarkte Fitim Raqi. Nach einer Raqi-Ecke von rechts brachte Ampfings Mittelfeldmann Oliver Weichhart Cisse im Fünf-Meter-Raum zu Fall. Referee Maximilian Riedel zeigte sofort auf den Punkt. Dietl verlud Gästekeeper Tobias Csaftari und platzierte das Leder ins untere rechte Eck (1:0, 19.). Der zweite Treffer war das Resultat eines hohen Karlsfelder Pressings: Celik setzte den linken Verteidiger der Ampfinger, Nadil Buljubasic, schwer unter Druck; dessen Fehlpass kam zum Karlsfelder Rechtsaußen zurück, er umkurvte Csaftari und schob ins leere Tor (2:0, 30.). Damit nicht genug: Die Karlsfelder hätten vor der Pause fast noch das 3:0 erzielt: Dietls Kopfball war allerdings zu ungenau (34.) und Raqis langes Bein erwies sich um einige Zentimeter zu kurz (38.). Nach dem Seitenwechsel brachte das Eintracht-Trainerduo doch noch Gasteiger (55.) und Schön (60.). Die Karlsfelder konnten mit den frischen Kräften die Oberhand bewahren, Tore fielen indes nicht mehr. Stangl wirkte zufrieden, lobte vor allem die Mentalität des Teams. 

Am kommenden Samstag bestreitet die Karlsfelder Eintracht erneut ein Heimspiel. Gast ist der Liga-Zehnte Kirchheimer SC (13 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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