Wichtiger Ausgleich in der Nachspielzeit

FC Pipinsried holt Unentschieden gegen den SV Viktoria Aschaffenburg

Freude über Ausgleichstreffer: Jakob Zitzelsberger.
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Freude über Ausgleichstreffer: Jakob Zitzelsberger.

Die Erleichterung bei den Pipinsriedern war gewaltig, als Jakob Zitzelsberger das 3:3 gegen den SV Viktoria Aschaffenburg in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte. Mit dem Remis sicherte sich der Dorfklub wenigstens einen wichtigen Punkt für den Verbleib in der Regionalliga.

Die Freude war jedoch getrübt, denn die Pipinsrieder hätten das Spiel schon in der Anfangsphase für sich entscheiden können. Schon in der zweiten Minute hatte Marvin Jike für die Führung gesorgt, als er in einen zu kurz geratenen Rückpass von Benedict Laverty dazwischen ging (1:0, 2.). Lucas Schraufstetter aus acht Metern (12.) und Pablo Pigl aus zehn Metern (13.) vergaben anschließend zwei „Hundertprozentige“. FCP-Coach Andreas Pummer bedauerte daher nach dem Schlusspfiff: „Wenn wir das 2:0 oder gar 3:0 machen, wird das eine andere Partie.“

Stattdessen drehten die Gäste das Match binnen zwei Minuten: Erst glich Benjamin Baier mit einem abgefälschten Schuss aus 22 Metern aus (1:1, 23.), dann drehte Elias Niesigk das Ergebnis (1:2, 24.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, die Pipinsrieder ließen die Köpfe bis zur Pause hängen. Pummer hatte sein Team im Vergleich zur 1:5-Klatsche gegen den FC Bayern 2 etwas umgestellt. Alexander Langen und Jakob Zitzelsberger gaben das Innenverteidigerpärchen (statt Peter Guinari und Jannik Fippl), Nikola Jelisic kehrte auf seine angestammte Sechser-Position zurück (statt Langen). Paolo Cipolla – wieder mit Nasenverband – übernahm das rechte Mittelfeld (statt Halit Yilmaz). Die Aschaffenburger wiederum waren nur mit zwei Ersatzspielern angereist.

Der FCP-Coach fand in der Halbzeit wohl die richtigen Worte, seine Mannen kamen mit viel Schwung zurück. Zudem brachte er Yilmaz für den leicht lädierten Schraufstetter. Beim 2:2 half allerdings Fortuna kräftig mit, denn Baier lenkte eine scharfe Dzemailji-Hereingabe ins eigene Netz (59.). Dafür misslang Cipolla auf der anderen Seite ein Befreiungsschlag – der Ball landete vor den Füßen von Niklas Meyer (2:3, 69.). Als nur noch Sekunden zu spielen, lenkte Albano Gashi eine Pigl-Flanke Richtung Zitzelsberger, der sofort abzog (3:3, 90.+3.)

Pummer ärgerte sich über die „billigen Gegentore“, Gästecoach Jochen Seitz war mit dem Punkt zufrieden.Unter den nur 123 Zuschauern war auch der Pipinsrieder Gründungspräsident Konrad Höß, sein erster Besuch der NAT-Arena seit seinem Rücktritt vor vier Jahren. Am kommenden Samstag reist der 13. FC Pipinsried (32 Spiele/36 Punkte) zum fast schon sorgenfreien Elften FC Buchbach (30/40). Anpfiff ist um 17 Uhr.

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