FC Pipinsried kassiert in Eichstätt seine erste Niederlage 

Jakob Zitzelsberger.
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Normalerweise einer der Stärksten, doch diesmal mit einem Aussetzer: FCP-Innenverteidiger Jakob Zitzelsberger.

Am fünften Regionalliga-Spieltag war es soweit: Der Aufsteiger FC Pipinsried ging das erste Mal ohne Tor und ohne Punkt, ihr Gastgeber VfB Eichstätt gewann das Duell mit 1:0 (1:0). 

Die Altmühltaler durften sich bei ihrem ehemaligen Kollegen Jakob Zitzelsberger bedanken, der ihnen den Sieg auf dem Silbertablett servierte: FCP-Keeper Soma Orban, der den verletzten Alexander Eiban ansonsten tadellos vertrat, hatte dem rund 25 Meter vor dem Kasten wartenden Zitzelsberger das Leder zugerollt. Der Abwehrhüne drehte sich um, lief ein paar Meter und spielte den Ball dem VfB-Kapitän Philip Federl völlig unbedrängt in die Füße. Der Eichstätter Sechser bedankte sich mit einem 18-Meter-Heber über den weit vor seinem Tor stehenden Orban (1:0, 42.). Dass ausgerechnet einer der vier ehemaligen Eichstätter für die Niederlage verantwortlich war, haben wohl manche VfB-Fans mit Genugtuung wahrgenommen.

Es war weder vorher noch nachher ein schönes Spiel. Viele Fouls und Nickeligkeiten prägten die Partie. FCP-Rechtsverteidiger Dominik Wolfsteiner, ein weiterer Ex-Eichstätter, musste nach einem Kopfballduell mit einer Platzwunde vom Feld geführt werden (51.). Ob der schnelle Außenbahnmann am Samstag gegen Memmingen auflaufen kann, ist fraglich. Die Pipinsrieder hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten aber daraus kaum Kapital schlagen. Die Eichstätter Defensive stand zumeist tief gestaffelt, sie verteidigten leidenschaftlich und setzten auf Konter im eigenen Stadion

Eine der wenigen Einschussgelegenheiten bot sich Pipinsrieds Torjäger Pablo Pigl per Kopf nach einer Flanke von Faton Dzemailji (20.). Der Kosovare prüfte Eichstätts Schlussmann Felix Junghan kurz darauf mit einem 25-Meter-Schuss (29.). Dass der Treffer der Hausherren unmittelbar vor der Pause fiel, schien ihre Gäste nicht weiter zu schockieren – sie erhöhten nach dem Seitenwechsel stattdessen ihren Druck.

Doch die Zeit verstrich, die elfminütige Nachspielzeit ebenso, ohne dass sich der Ergebnis noch veränderte. „Leider haben wir einen Fehler gemacht, den hat der Gegner sofort genutzt. Sonst wäre es ein typisches Unentschieden gewesen,“ konstatierte der Pipinsrieder Coach Andreas Thomas hinterher.

Der FCP (10 Punkte) ist nun Sechster, punktgleich mit Eichstätt, Buchbach und Schweinfurt. Am kommenden Samstag ist der aktuelle 17. FC Memmingen (2 Punkte) in der NAT-Arena zu Gast (17 Uhr).

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