Acht Minuten Schockstarre

Der FC Pipinsried verliert 3:4 in Rain – Kauffmann und Cipolla sehen rot

Paolo Cipolla foult Fadhel Morou und kriegt die rote Karte
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Für diese Aktion gegen Rains Fadhel Morou sah der Pipinsrieder Paolo Cipolla (im gelben Trikot) die rote Karte.

Es waren wieder nur wenige Minuten, die den FC Pipinsried am Samstag beim TSV Rain auf die Verliererstraße im Regionalliga-Abstiegsduell bracht. An dessen Ende stand nicht nur ein 4:3 (4:2) für die Hausherren, sondern auch zwei Platzverweise für Benjamin Kauffmann (23.) und Paolo Cipolla (74.) sowie eine Gehirnerschütterung für Keeper Alexander Eiban.

Der Tormann war schon auf dem Weg zur Donauwörther Klinik, als die Partie angepfiffen wurde. Kurz zuvor hatte ihn ein Teamkollege beim Aufwärmen einen Ball ungewollt an den Kopf geschossen – der Keeper verlor das Bewusstsein, kurzfristig sprang Julian Kirr ein.

Die Mannschaft wirkte schockiert. Acht Minuten nach Spielbeginn lag der FCP schon 0:3 zurück. Dominik Widemann (2.) und zweimal Jonas Greppmair (3., 8.) hatten die Hausherren in Führung geschossen, dank katastrophaler Ballverluste von Faton Dzemailji, Jannik Fippl und Benjamin Kauffmann. Der frühere Ingolstädter hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt: Nach 23 Minuten musste er vom Feld, weil er gegen Rains Co-Spielertrainer Johannes Müller nachgetreten hatte. 70 Minuten musste der FCP in Unterzahl agieren.

Von Beginn an ohne ihre Stützen Peter Guinari (Länderspielreise), Jakob Zitzelsberger (Gelb-Sperre) und Nikola Jelisic (Gelbrot-Sperre). Dessen Bruder Daniel verstärkt seit Freitag das Team. Der 21-Jährige wurde beim FC Bayern ausgebildet und war zuletzt beim Linzer ASK unter Vertrag. Er ersetzte nach dem Seitenwechsel den farblosen Gashi und brachte mit Eren Emirgan neuen Schwung ins Spiel. Allerdings verursachte der jüngere Jelisic auch einen Foulelfmeter, den Kirr jedoch parierte (66.).

Kurz zuvor hatte Cipolla den FCP auf 4:3 heran geschossen, alles schien wieder möglich (4:3, 56.). Bis der kleine Wirbelwind in höchster Not Rains Linksaußen Fadhel Morou umsenste und vom Platz flog (74.). Die letzten 20 Minuten standen nur noch neun Pipinsrieder auf dem Feld. Sie dominierten dennoch ihre Gastgeber, die nur noch auf Kontergelegenheiten lauerten. Zu einem weiteren Treffer reichte es für keines der Teams. Thomas lobte die Moral seines Teams, über die vielen Aussetzer schüttelte er nur den Kopf.

Schon am gestrigen Dienstag geht es für den FCP in Aschaffenburg weiter. Am Samstag ist die SpVgg Greuther Fürth 2 in der NAT-Arena zu Gast (14 Uhr).

kho

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