FC Pipinsried startete mit überraschendem Punktgewinn in die Regionalliga-Saison

Faton Dzemailji
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Man des Tages: Faton Dzemailji sicherte dem FC Pipinsried einen Punkt in Nürnberg.

Beim 1. FC Nürnberg 2 erkämpfte sich der Dorfklub ein hoch verdientes 2:2 (1:0). „Man of the Match“ war der Linksverteidiger Faton Dzemailji. 

Als die Franken schon mit 2:0 führten, leitete der 22-Jährige die Wende ein: Er zirkelte einen Eckball von rechts so vertrackt vor den gegnerischen Kasten, dass ihn der Nürnberger Linus Rosenlöcher ins Netz bugsierte (2:1, 70.). Schließlich startete Dzemailji einen 40-Meter-Sololauf und hämmerte die Kugel aus 17 Metern unter die Latte, obwohl er bedrängt wurde (2:2, 83.).

FCP-Trainer Andreas Thomas lobte: „Wie das Team auf das 2:0 reagiert hat, war große Klasse.“

Denn nach der Pause schien indes die Partie schon gelaufen zu sein. Nach der glücklichen Führung durch einen abgefälschten Freistoß durch Benas Satkus (1:0, 28.) erhöhten die Nürnberger durch Christopher Wähling, der aus kurzer Distanz den ansonsten starken FCP-Keeper Alexander Eiban überwand (2:0, 48.). Die Führung spiegelte nicht den Spielverlauf wider. Die ersten Chancen hatten die Pipinsrieder gehabt: So legte Lucas Schraufstetter für Benjamin Kauffmann auf, der an FCN-Schlussmann Jan Reichert scheiterte (17.). Gleich darauf lenkte Reichert einen Kopfball Pablo Pigls über die Latte (21.). Das Dorfklub-Team agierte konzentriert, nur beim Abschluss fehlte ihnen das Glück. Die Pipinsrieder hätten sogar einen Strafstoß verdient gehabt, als Reichert Pigl mit dem Ellbogen eine Platzwunde beibrachte (76.).

Es war nicht das einzige Malheur, dass die Pipinsrieder wegzustecken hatten. Denn am vergangenen Freitag Nachmittag musste Thomas seine Startelf-Karten neu mischen, weil der BFV die Pipinsrieder Spieler Albano Gashi und Dominik Schröder mit einer drakonischen Sperre bedacht hatte. Die beiden sind derzeit bis zum 25. August gesperrt. Der Grund: Gashi und Schröder hatten Anfang Juli zwei Spiele bestritten , obwohl sie über keine Spielberechtigung zu verfügten. Den Fehler haben nicht die Kicker, sondern der Verein zu verantworten: FCP-Präsident Roland Küspert hatte es versäumt, die Spielerpassanträge rechtzeitig einzureichen. Als er sich in letzter Minute um eine Gastspielgenehmigung kümmern wollte, waren die Mitarbeiter des Verbands schon im Wochenende. Der BFV wertet den doppelten Einsatz als „schweres Vergehen“. Daher erstreckt sich die Sperre nicht nur auf Freundschaftsspiele (was üblich wäre), sondern auch auf Punkt- und Pokalspiele. Pipinsrieds Anwalt Dr. Reinhard Höß hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

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