Dietl kam, sah und siegte

Karlsfeld besiegt Landshut auf dem Rasen und der Tribüne

Michael Dietl, Doppeltorschütze der Karlsfelder Eintracht
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Er kam, zielte und traf: Michael Dietl, Doppeltorschütze der Karlsfelder Eintracht gegen Landshut.

Am Vorabend war Michael Dietl aus dem Urlaub zurückgekehrt, in der zweiten Halbzeit schickten ihn seine Trainer Jochen Jaschke beim Stande von 2:1 auf das Spielfeld, am Ende besiegte der Landesligist TSV Eintracht Karlsfeld seinen Angstgegner SpVgg Landshut deutlich mit 4:1 – weil der lange Mittelstürmer zweimal traf.

Jaschke formulierte einen Überschriftenvorschlag für die Dachauer Rundschau: „Dietl kam, sah und siegte!“ Der Routinier war nicht der einzige Gewinner des Tages, acht F- und E-Junioren der Eintracht waren es auch. Sie nahmen es mit einem halben Dutzend erwachsener „Spiele“-Fans, die immer mal wieder versuchten, ihr Team anzufeuern. Doch die Kids waren lauter und ausdauernder, die Niederbayern wurden immer kleinlauter und gaben sich schließlich geschlagen.

Die Duelle zwischen den Karlsfeldern und Landshutern waren oft knifflige Angelegenheiten. So auch diesmal. In der Anfangsphase war nicht klar, wohin sich das Blatt wenden würde. Ein pfiffiger wie eleganter Heber von Fitim Raqi von der rechten Seitenauslinie über die Landshuter Defensive und ihren Keeper Johannes Huber schien für Sicherheit zu sorgen (1:0, 17.). Doch dann holte Ivan Ivanovic den Gäste-Spielmacher Dominik Past am Eintracht-Strafraumrand ungeschickt von den Beinen – den fälligen Penalty verwandelte Alexander Hagl sicher (1:1, 24.). „Das Gegentor hat uns aus dem Tritt gebracht“, analysierte Jaschke nach dem Schlusspfiff. Die Karlsfelder waren nur noch bei den Freistößen und Eckbällen Raqis gefährlich, brachten aber sonst wenig zustande. Es drohte der Rückstand, aber Eintracht-Schlussmann Dominik Krüger reagierte überragend gegen den durchgebrochenen Kenneth Sigl 45.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng: Raqi brachte die Landshuter Abwehr zwar immer wieder durch seine Standards ins Schwitzen, Krüger musste indes erneut retten (53.). Schließlich fand ein Raqi-Freistoß von rechts den Kopf von Ivanovic (2:1, 57.). Dann kam Dietl für Ivanovic. Die Eintracht hatte nun mit ihm, Leon Ritter, den Antreibern Raqi und Dominik Schäffer sowie dem Flügelflitzer Tim Duchale fünf Offensivkräfte, die den Landshuter Defensivverbund regelrecht überrollten. Ritter eroberte den Ball an der Mittellinie, setzte sofort Schäffer auf der rechten Flanke ein. Der 1865-Rückkehrer sah, dass Dietl mitgelaufen war und legte ihm das Leder genau vor den Fuß (3:1, 68.). Als Schäffer am Strafraumrand gefoult wurde, übernahm Dietl die Verantwortung – die acht Eintracht-Kids standen plötzlich hinter dem Landshuter Kasten und fieberten mit. Der Torjäger blieb cool (4:1, 82.). Der Nachwuchs jubelte, die Partie war gelaufen.

Auf der Tribüne verfolgte der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi (SPD), ein früherer Bayernliga- (Ismaning) und Landesliga-Spieler (Pipinsried), die Partie und freute sich: „Das war jetzt schon der dritte Erfolg, bei dem ich in den letzten Tagen dabei sein durfte. Jetzt hoffe ich auf das nächste Wochenende.“ Er überreichte der Jugendabteilung einige Bälle, wie schon zuvor in Pipinsried und Olching.

Der TSV Eintracht Karlsfeld verteidigte die Tabellenführung. Am kommenden Samstag sind die Karlsfelder beim TSV Töging (14.30) zu Gast.

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