Lokalsport/ASV Dachau

Eintracht und ASV auf dem Vormarsch

+
Andreas Roth (rechts) erzielte im Sepp-Helfer-Stadion das Tor des Tages – allerdings nicht in dieser Szene, in der Pfarrkirchens Keeper David Gallauer der Sieger blieb.

Dachau/Karlsfeld - Beide Landesligisten gewinnen ihre Heimspiele knapp, aber hochverdient.

Die beiden Landesligisten ASV Dachau und TSV Eintracht Karlsfeld konnten auch am vergangenen Wochenende ihre Erfolgsserien fortsetzen und sich im oberen Tabellendrittel der Landesliga Südost etablieren. Am Samstag setzten sich erst die Stadtwälder mit 1:0 (0:0) gegen den TuS Pfarrkirchen durch. Eine knappe halbe Stunde später empfingen die Karlsfelder den SB DJK Rosenheim und schickten die Gäste rund 110 Minuten später nach einem 3:2 (1:1) zurück an die Mangfall und den Inn. Beide Siege waren mehr als verdient; beide Spiele waren spannender als nötig, weil es die Heimteams versäumten, ihre zahlreichen Chancen in Tore umzumünzen. Schon vor der Pause hätten sich die Dachauer absetzen können: Korbinian Becks Schuss wurde abgefälscht strich knapp an der Latte vorbei (25.), Milos Kobilarov setzte die folgende Ecke von Maximilian Bergner nur Zentimeter über den Pfarrkirchner Kasten (26.). Dann steckte Sebastian Mack klug auf Andreas Roth durch, doch der frühere Pullacher scheiterte am gut postierten und reaktionsschnellen Gästekeeper David Gallauer (36.). Kurz zuvor wäre dessen Vereinskollegem Thomas Eisenreich fast ein Schmankerl-Tor per Hacke gelungen – wenn nicht Thomas Rieger auf der Linie geklärt hätte (32.). Der letztendlich spielentscheidenden Treffer fiel nach einer guten Stunde als Koproduktion von Mack und Roth, die Letzterer diesmal erfolgreich beendete (1:0, 65.). Gleich darauf hätte der Pädagoge fast ein weiteres Mal jubeln können: Bergner führte einen Freistoß auf der 16-Meter-Linie blitzschnell aus, direkt in den Laufweg von Roth – Gallauer hatte indes als einziger Ostbayer aufgepasst und den Winkel entscheidend verkürzt (83.). Kurz vor Schluss gelang Mack noch ein Treffer, der allerdings aus Abseitsposition fiel. ASV-Coach Steven Zepeda war mehr als zufrieden: „Heimsieg, gut gespielt und zu Null gespielt – was will man mehr?“ Als es schon stockdunkel war, klatschten die Eintracht-Trainer Jochen Jaschke und Sebastian Stangl ihre Kicker zufrieden ab. Obwohl sie sich anfänglich ärgern mussten. Denn obzwar das Karlsfelder Team von Beginn an das Zügel fest in die Hand nahm, gelang den Gäste aus Rosenheim das erste Tor durch Daniel Kobl nach einem Konter (0:1, 6.). Die Eintracht antworte durch Fitim Raqi (12., 30.)), Marko Juric (13.), Fabio Palermo (19.) und Michael Dietl (29.) – ohne ins Netz zu treffen. Bis zur 35. Minute, als der quirlige Kubilay Cekic eine Ecke in den Sechzehner schlug, Dietl ablegte und Dominik Pöhlmann aus 25 Metern draufhämmerte (1:1, 35.). Nach dem Seitenwechsel wurde es turbulent: Erst traf Juric die Latte (50.), dann Dietl ins Netz (2:1, 58.). Als Juric auf 3:1 (63.) erhöhte, schien die Partie gelaufen. Doch der stimmgewaltige (und ständig heisere) Rosenheimer Coach Klaus Seidel peitschte sein Team unablässig nach vorne, ungeachtet der Tatsache, dass Dominik Brich nach einem Frustfoul vom Feld musste (68.). Michael Barthuber ließ die Gäste noch einmal hoffen (3:2, 72.), doch die Karlsfelder ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Die Eintracht nimmt nach Siegen in Folge Platz sechs ein (27 Punkte), direkt dahinter folgt der ASV (26). Am kommenden Samstag reisen die Stadtwälder zum FC Deisenhofen (15 Uhr), die Karlsfelder treten beim ASCK Simbach an (17 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Weltreise statt Bayernliga
Weltreise statt Bayernliga
Jetzendorf im BFV-Südwesten
Jetzendorf im BFV-Südwesten

Kommentare