Lokalsport/Puchheimer Cross-Lauf

Rasanter Cross

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Die vielen Steigungen in Puchheim stellten für Jakob Furtmayr (rechts) kein Problem dar, hinter ihm der 34 Jahre jüngere Michael Reffler. 

Puchheim/Landkreis - Harlacher wird Zweiter, weitere gute Plätze für Landkreis-Aktive – Rauch begründet BLV-Absage.

Es war eine Geländelauf-Veranstaltung wie aus dem Bilderbuch, der zehnte Puchheimer Cross am vergangenen Samstag. Der neue Parcours bot alles, was ein Cross-Fan liebt: viele Steigungen, Matsch, enge Kurven sowie lange Geraden zum Erholen. Mehr als 130 Teilnehmer waren am Start – ein Rekord für Puchheim. Der Odelzhauser Michael Harlacher gehört zu den vielen, die den Kurs hinterher über den grünen Klee lobten. „Sehr anspruchsvoll“, befand der Blondschopf im Ziel. Er war gerade Zweiter über 6000 Meter geworden (26:31 Minuten), hinter dem Südtiroler Wirtschaftsinformatikstudenten Simon Mair (25:37). Harlacher hatte sich nicht voll verausgabt, obwohl er meist die Führungsarbeit in seinem Tandem mit Sebastian Kraus (26:19) leistete. Rund 800 Meter vor dem Ziel zog der Odelzhausener an einer der Steigungen an und hatte den jungen Münchner schnell abgeschüttelt. Zehnter wurde Michael Pietzonka (Triathlon Karlsfeld, 28:08). Eigentlich war der Dachauer über 3000 Meter gestartet, hatte aber den Zeitplan falsch interpretiert – als er ankam, war der Wettbewerb schon voll im Gange. „Kein Problem“, befand der Triathlet und ging einfach über die doppelte Distanz. Aus Landkreissicht erfreulich war der 14. Rang von Dirk Hohmann (SG Indersdorf, 29:13) sowie der Altersklassensieg seines Klubkollegen Jakob Furtmayr (M60, 32:03), der als Gesamt-21. wieder einmal viele jüngere Konkurrenten hinter sich ließ. Die schnellste Frau über 6000 Meter hieß Carola Dörries (LG Stadtwerke München, 30:14); sie bedauerte ausdrücklich, dass hier im kommenden Februar nicht die Bayerischen Crossmeisterschaften ausgetragen werden. Tatsächlich hatte der BLV den FC Puchheim vor über einem Jahr um die Ausrichtung der Titelkämpfe gebeten, im vergangenen Frühjahr beging man gemeinschaftlich das Gelände – auf dem die Stadt Puchheim einen neuen Kunstrasen anlegte. Anfang November machte der Verband einen Rückzieher, zur großen Verwunderung der Puchheimer; mit der Begründung, der Kurs sei für eine Meisterschaft nicht geeignet. Der oberbayerische BLV-Laufwart Michael Rauch (SG Indersdorf) begründete die Verbandsentscheidung: „Ende Oktober war hier vieles noch unklar, der BLV musste eine Entscheidung treffen.“ Zudem seien einige Streckenabschnitte für ein Großevent wie die Titelkämpfe einfach zu eng, Überholen sei unmöglich. Die Sieger vom Samstag freuten sich trotzdem, so über 3.000 Meter Michael Eder (PTSV Rosenheim, 12:52) und Theresa Ortenreiter (LG Stadtwerke München, 15:13). Bei den rasanten Speedcross-Rennen über 500 Meter hatten Andreas Kölbl (TSV Penzberg, 1:50,5) und seine Schwester Michaela (2:17,9) die Nase vorne. Ob im kommenden Jahr eine elfte Auflage des Puchheim-Cross ausgetragen wird, ist noch offen.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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