Leugner bringt die Wende

Der Gündinger Leugner ist an allen Pipinsrieder Toren beim 3:1 gegen den FC Ismaning beteiligt

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Daniel Leugner fährt (links) Slalom, der Ismaninger Tajiro Mori kann ihn nicht halten – gleich steht es dank Pablo Pigl 1:0 für den FCP.

Pipinsried - Leugner bringt die Wende

In der ersten Halbzeit tat sich der Bayernliga-Tabellenführer FC Pipinsried sehr schwer gegen den zuletzt gebeutelten FC Ismaning. 

Spielertrainer Muriz Salemovic ging später scharf mit seinen Schützlingen ins Gericht: „Es fehlte am Grundsätzlichen: Einsatzbereitschaft, Körperspannung, Zweikampfverhalten.“ Unmittelbar nach der Pause ersetzte Daniel Leugner den glücklosen rechten Flügelmann Oliver Wargalla, der sich zurecht bei seinen Kollegen beklagt hatte: „Ich bekomme ja keinen Ball!“ Leugner übernahm die Zehner-Position, Amar Cekic rochierte nach Außen. Zehn Minuten später wechselte sich Salemovic selber ein, trotz einer Fußprellung. Die beiden brachten die Wende. vor allem Leugner glänzte. Doch zuerst hatten die Pipinsrieder einige brenzlige Situationen zu bestehen: So als sich Ismanings Stürmer Angelo Hauk eine Kopfball-Rückgabe von FCP-Abwehrboss Christoph Rech zu Tormann Johann Hipper schnappte, dann aber aus zwölf Metern knapp verfehlte (57.). 

Noch knapper strich gleich darauf ein Hauk-Kopfball über die Latte (58.). Es folgten Leugners Glanzauftritte: Vor dem 1:0 fuhr der 24-Jährige regelrecht Slalom durch den Ismaninger Strafraum – an der Torauslinie bog er Richtung Kasten ab und spitzelte das Leder zum lauernden Pablo Pigl (1:0, 61.). Steffen Krautschneiders 2:0 – ein Beinschuss aus fünf Metern – gingen zwei kluge Pässe von Salemovic und Leugner voraus (67.). Das 3:0 erzielte Leugner aus zehn Metern selber, dank eines feinen Salemovic-Zuspiels. Sekunden vorher hatten die Gäste ihren Mittelfeldmann Daniel Weber mit einer Ampelkarte verloren (74.). Kurz vor Schluss trabte auch Hauk vorzeitig zum Duschen, nach einem rüden Einsteigen gegen Pigl (85.). Der Ehrentreffer der Gäste ging auf das Konto von Nils Ehret (3:1, 77.). 

Ismanings Trainer Mijo Stijepic ärgerte sich hinterher: „Wir hätten 2:0 oder 3:0 führen müssen. Der FC Pipinsried hat nur dank seiner individuellen Klasse gewonnen.“ Eine Analyse, der sich Salemovic anschloss. Doch genau diese Qualität ihrer Akteure macht den den FCP der Saison 2019/2020 aus: Selbst wenn einmal wenig zusammengeht, kann einer der Edelkicker die Partie entscheiden. Vor dem Match überreichte der frühere FCP-Stürmer und jetzige Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi (SPD) den von ihm gespendeten Spielball an das Schiedsrichter-Team. Übrigens auf einem makellosen Grün: Dass dort in den Tagen zuvor eine nagelneue Bewässerungsanlage vergraben wurde (unter tatkräftiger Mithilfe vieler FCP-Fans) war dem Rasen nicht anzusehen.

 Am kommenden Samstag besucht der FC Pipinsried den Ligavorletzten TSV Nördlingen (15.30).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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