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Halbjahresrückblick: ASV Dachau auf Aufstiegskurs

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Hatten im abgelaufenen Saison viele Gründe zum Jubeln wie hier (von links): Miridon Rexhepi, Dimitrios Papadopoulos, Maximilian Bergner und Zvonimir Kulic.
Hatten im abgelaufenen Saison viele Gründe zum Jubeln wie hier (von links): Miridon Rexhepi, Dimitrios Papadopoulos, Maximilian Bergner und Zvonimir Kulic © Kramer

Es wäre eine Rückkehr in die Landesliga mit Ansage, wenn der ASV Dachau am Samstag, 21. Mai, offiziell die Meisterschaft der Bezirksliga Nord feiern könnte. Trainer Manuel Haupt und sein Team hätten das wahr gemacht, was ASV-Abteilungsleiter Michael Dietrich im vergangenen Sommer als Ziel ausgegeben und was die meisten Kenner der Liga vorausgesagt hatten.

Tatsächlich marschierten die Stadtwälder souverän durch die ersten sieben Spieltage. 3:0-Siege wie gegen Palzing und Rohrbach, 2:0-Erfolge wie gegen Eching und Alte Haide und nicht einmal ein 4:0 wie gegen Dornach drückten die Überlegenheit von Andreas Roth, Maximilian Berger, Sebastian Mack und Co bei weitem nicht aus. Haupt zeigte sich immer wieder unzufrieden mit der Chancenverwertung seiner Schützlinge. Selbst beim 6:1 gegen Kasing. Richtig spannend wurde es nur am zweiten Spieltag, beim Derby in Kammerberg, als sich der ASV erst in der Nachspielzeit mit 4:2 durchsetzte; gegen zehn Kammerberger, weil ausgerechnet Benjamin Hofmann – Co-Spielertrainer der SpVgg mit langer ASV-Vergangenheit – nach einer Ampelkarte vom Platz musste. Alles sah nach einem Durchmarsch aus.

Daran änderte auch das 2:3 beim alten Rivalen SV Manching am 4. September nicht viel. Außer, dass die Ingolstädter Vorstädter der Liga zeigten, wie man den Favorit ins Stolpern bringt – durch leidenschaftliches Mauern bei gleichzeitigem Lauern auf Fehler in der ASV-Defensive.

Spitzenduell gegen den TSV Jetzendorf

An der Tabellenführung des ASV änderte sich trotz der Niederlage nichts, der Rivale TSV Jetzendorf – ein ebenso verärgerter Landesliga-Zwangsabsteiger wie der ASV – hatte zuvor schon zweimal gepatzt. Eine Woche später beim 2:0 in Feldmoching schien die Welt wieder in Ordnung. Zwar war die Leistung in der ersten Halbzeit zu wünschen übrig, trotz eines Strafstoßtreffer von Andreas Roth. In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Stadtwälder dafür einige hochkarätige Chancen, von denen immerhin eine Leon Schleich überlegt nutzte. Die Jetzendorfer hatten indes die Manching-Lektion gelernt. Im heimischen Lowa-Stadion überließen sie den Haupt-Schützlingen den Ball. Obwohl Roth fehlte und Bergner nur in der zweiten Halbzeit mitkickte. Die Hausherren nutzten ihre zwei Chancen zu zwei Treffern – ihre Gäste konnten hingegen nur einmal jubeln, trotz eines halben Dutzend Hochkaräters. Die Ilmtaler zogen punktemäßig gleichauf. Die Stadtwälder wirkten frustriert.

Dann folgte ihr dunkler Corona-Herbst, der eigentliche Stolperstein. Neun ASV-Spieler fingen sich den Virus ein. Bis zum nächsten Punktspiel vergingen 32 Tage. Kein Wunder also, dass der Wiedereinstieg beim Abstiegskandidaten Palzing so holprig verlief, wie sich dort der Platz präsentierte. Wegen eines Missverständnisses in der Nachspielzeit musste sich der ASV mit einem 2:2 begnügen. Es folgte noch ein mühsames 2:1 gegen Schlusslicht Eching, dann hatte der BFV ein Einsehen und brach die Saison ab.Vermutlich ein Vorteil für die Dachauer, die nun nominell zwar nur auf Platz zwei mit 35 Punkten überwintern hinter den Jetzendorfern (36), dafür aber drei Spiele weniger absolviert haben. Schon am Sonntag, 6. Februar, steigt der ASV Dachau in die Vorbereitung ein, mit einem Testspiel gegen den SC Olching (14 Uhr). Am 12. März fällt der Startschuss für die Frühjahrsrunde und Aufholjagd.Wenn die Mannschaft nur halbwegs an die Leistungen zu Saisonbeginn anknüpfen kann, winkt am 21. Mai die Meisterschaft.

kho

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