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Hannah Sassnink ist beste Deutsche Läuferin beim Marathon in Prag

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Von: Horst Kramer

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Knackte beim Prag-Marathon das zweite Mal die Drei-Stunden-Schallmauer nach Berlin 2019: Hannah Sassnink aus Odelzhausen
Knackte beim Prag-Marathon das zweite Mal die Drei-Stunden-Schallmauer nach Berlin 2019: Hannah Sassnink aus Odelzhausen © Kramer

 Es war ihr erstes Rennen über die legendären 42,195 Kilometer seit dem Berlin-Marathon im Herbst 2019, am vergangenen Sonntag knüpfte Hannah Sassnink (LC Aichach) in Prag an ihre damalige Prachtform an. In Berlin war sie damals 2:58:43 Stunden unterwegs gewesen, in der tschechischen Hauptstadt blieb die Uhr für Hannah Sassnink bei 2:58:57 Stunden stehen.

Ihre aktuelle Leistung ist allerdings höher zu bewerten, denn der Kurs in Prag ist deutlicher langsamer als der in der deutschen Metropole: Der Parcours ist kurviger, weist deutlich mehr Höhenmeter als Berlin auf und führt in der wunderschönen Altstadt über holpriges Kopfsteinpflaster.

Zudem war das Wetter nicht Ausdauersport-tauglich: Mit Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad Celsius viel zu warm für Marathonis, durchgängig Sonnenschein und ohne ein kühlendes Lüftchen. Ihr Ehemann Michael, der wieder als „Hase“ und Zeitmesser fungierte, berichtet: „Wir benötigten sehr viel Wasser zur Kühlung.“ Geübte Langstrecken-Spezialisten wie die Sassninks sind es zwar gewohnt, Trinkbecher im Lauftempo aufzunehmen und den Großteil der Flüssigkeit zum Mund zu führen, der Laufrhythmus und die Konzentration leiden dennoch.

Umso erstaunlicher Hannah Sassninks Leistung: Die Zehn-Kilometer-Marke passierte sie nach 41:43 Minuten, zur Halbzeit lag die LCA-Sportlerin 1:28:32 Stunden – das heißt, dass sie auf der zweiten Hälfte nur zwei Minuten langsamer war. Tatsächlich legte Hannah Sassnink auf dem letzten Kilometer nochmals zu, um möglichst nah an ihre Berliner Bestzeit zu kommen. Ihre Durchschnittspace lag bei 4:15 Minuten pro Kilometer.

Die Odelzhauserin lief als 16. von rund 1000 Finisherinnen ein, als beste Deutsche. Den Sieg machten sechs Ostafrikanerinnen unter sich aus. Als Schnellste erwies sich die Äthiopierin Bechelech Boreka in 2:25:22 Stunden. Bei den Männern siegte der Kenianer Nobert Kigen in 2:07:57 Stunden. Bester Deutscher wurde der Berliner Profiläufer Philipp Baar (SCC) als 21. in für ihn enttäuschenden 2:35:21 Stunden – die Bestzeit des 30-Jährigen liegt bei 2:16:17 Stunden. Insgesamt gingen knapp 7000 Männer an den Start.

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