Pipinsried verlor wieder.

Zum Happy End fehlen nur Sekunden

+
Fast hätte der Treffer von Philipp Schmidt (rechts, hier im Duell mit FCI-Kapitän Lukas Gerlspeck.

Pipinsried - Dezimierter Pipinsried kassiert 1:1 gegen Ingolstadt in der Nachspielzeit – Hürzeler und Strobl geraten aneinander.

Am Dienstag Abend verlor das Schlusslicht FC Pipinsried zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Regionalligaverbleib. Bis zur 91. Minute führten die Gelb-Blauen mit 1:0 durch einen Treffer von Philipp Schmidt (44.). Seit der 38. Minute standen sie nur noch zu zehnt auf dem Platz, wegen einer fragwürdigen roten Karte gegen Kevin Nsimba. Kurz vor dem Schlusspfiff segelte ein Flankenball durch den Strafraum – genau auf den Kopf des langen FCI-Verteidigers Thomas Keller (1:1, 90.+1). 

Die Pipinsrieder sanken verzweifelt in sich zusammen, die Ingolstädter fielen sich um den Hals. Das Drama war damit aber noch nicht zu Ende. Bei der Pressekonferenz sorgte der Platzverweis für Nsimba weiter für Zoff. Hürzeler warf den Ingolstädtern Unsportlichkeit vor, weil sie rot gefordert hatten, „auch der gegnerische Trainer“. Strobl widersprach sofort und heftig: Er habe keine Karte gefordert, das würde er nie tun. „Spiel Dich nicht so auf“, griff Strobl seinen Nachnachfolger Hürzeler an: „Der einzige, für den ich eine rote Karte fordern würde, wärst Du!“ 

Auch im Spiel war Pfeffer gewesen; kein Wunder bei einem Derby zwischen zwei Teams, deren Zukunft unsicher ist – wenn die Zweitliga-Mannschaft des FCI absteigt, wird die U23 zwangsweise in die Bayernliga zurückgestuft. Hürzeler hatte ein Abstiegskampf-Team mit entsprechender Taktik formiert: Vorne agierte Schmidt als Alleinunterhalter, vom bemühten Marian Knecht an seiner Seite war wenig zu sehen. Hürzelers Konzept hieß: hohe und weite Bälle auf Schmidt und dann hoffen, dass der Fußballgott hilft. 

Die Vorgabe funktionierte – zweimal hatte der ehemalige ASV-Goalgetter die Führung auf dem Fuße (26., 28.). Doch auch die kleinen Schanzer erarbeiteten sich gute Chancen, durch Marcus Pöllner (36.) und Marcel Kosuch (40.). Nsimba trabte da schon zur Dusche: Er war Patrick Hasenhüttl an der Außenlinie hinterher geeilt und hatte ihn von hinten getroffen – direkt vor den Trainerbänken. Schiedsrichter Christopher Schwarzmann zückte sofort Rot (38.). „Gelb hätte es auch getan“, war die einhellige Meinung der FCP-Fans. 

Es folgte Schmidts Tor aus kurzer Distanz nach einem feinen Hürzeler-Freistoß (1:0, 44.). Nach der Pause igelten sich die Pipinsrieder ein und kämpften um jeden Zentimeter.Zum Happy End fehlten nur wenige Sekunden. Am kommenden Samstag muss der Dorfklub nach Aschaffenburg fahren (14 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Firmen- und Behördenlauf verzeichnete Rekordteilnehmerzahl
Firmen- und Behördenlauf verzeichnete Rekordteilnehmerzahl
Beim BFV-Blitzturnier gewannen die Dachauer gegen die Karlsfelder mit 1:0
Beim BFV-Blitzturnier gewannen die Dachauer gegen die Karlsfelder mit 1:0
FCP putzt FSV Pfaffenhofen mit 9:0 weg – Pigl trifft fünfmal
FCP putzt FSV Pfaffenhofen mit 9:0 weg – Pigl trifft fünfmal

Kommentare