Ist Jetztendorf in der falschen Bayernliga?

Jetzendorf im BFV-Südwesten

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Der TSV Jetzendorf – hier Trainer Alexander Schäffler – kommt ins Grübeln über die Entscheidung des BFV, den Klub aus dem Oberen Ilmtal der Landesliga Südwest zuzuschlagen.

Jetzendorf - Der Klub bemüht sich um eine Revision der Entscheidung, auch weil die Derbys gegen ASV und Karlsfeld in der Kasse fehlen werden.

Die Freude über den geglückten Landesliga-Aufstieg war am 1. Juni beim TSV Jetzendorf riesengroß, nach zwei extrem spannenden Relegationsrunden gegen Moosinning und den SVN München (wir berichteten). 

Die Ernüchterung erfolgte Mitte der vergangenen Woche. Denn der BFV hatte den Klub vom Landkreis-Rand nicht in die Landesliga Südost zum ASV Dachau und dem TSV Eintracht Karlsfeld eingeordnet, sondern in die Landesliga Südwest, wo es die Grün-Weißen mit Mannschaften aus dem Fußball-Bezirk Schwaben und dem südwestlichen Oberbayern zu bekommen: Die Gegner heißen dann SC Ichenhausen (der Dritte der Vorsaison), VfR Neuburg, SV Egg an der Günz, SpVgg Kaufbeuren oder TuS Geretsried. 

Einer der Gegner, zu dem die Ilmtaler mit die kürzeste Anreise haben werden, ist der SC Olching. Spielertrainer Alexander Schäffler nahm die Einteilung in der Aufstiegs-Euphorie anfänglich nicht so tragisch: „Da lerne ich mal neue Fußballplätze kennen.“ 

Die Abteilungsleitung um Willi Leimberger hingegen schon, sie traf sich zu einer Krisensitzung. Zumal mindestens die Hälfte des Jetzendorfer Stammpublikums aus dem Dachauer Hinterland, deren Interesse an schwäbischen Klubs gering sein dürfte. Die Fans freuten sich stattdessen auf die Derbys mit den alten Rivalen aus Dachau und Karlsfeld, sowie auf Auseinandersetzungen mit bestens bekannten Vereinen wie SE Freising, VfB Hallbergmoos oder FC Unterföhring. 

Der TSV fürchtet nun einen Zuschauerschwund bei gleichzeitig steigenden Reisekosten. Doch die Chancen auf eine Revision der BFV-Entscheidung dürften gering sein, zumal auch anderen Klubs klagen: So ist laut Medienberichten der FC Passau über seine Umgruppierung von der Landesliga Mitte in die Südost-Liga nicht sehr glücklich.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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