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Partie gegen Eichstätt wurde zur Party

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Von: Horst Kramer

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Die Freude kannte keine Grenzen: Die Jetzendorfer Spieler feiern ihren Meisterschaftpokal, ihre Frauen und Freundinnen taufen sie mit gut geschütteltem Sekt.
Die Freude kannte keine Grenzen: Die Jetzendorfer Spieler feiern ihren Meisterschaftpokal, ihre Frauen und Freundinnen taufen sie mit gut geschütteltem Sekt. © Kramer

Erste Sektkorken knallten (eher aus Versehen) schon fünf Minuten vor dem Abpfiff. Die Frauen der Jetzendorfer Kicker waren bestens vorbereitet, um die Bezirksliga-Meisterschaft und die Landesliga-Rückkehr ihrer Männer nach dem Match gegen den VfB Eichstätt zu feiern. Dass es zu diesem Zeitpunkt 2:1 (1:1) für die Gäste hieß, hatte keinerlei Bedeutung.

Denn ausgerechnet der FSV Pfaffenhofen hatte die Oberilmtaler schon am Vorabend durch ein 5:2 (2:1) gegen den ASV Dachau zum Meister gemacht (siehe Bericht zum ASV). Einige Jetzendorfer hatten die Partie im Pfaffenhofener Stadion verfolgt, die meisten schauten sich das Spiel auf einer Internet-Sport-Plattform an. Nach dem Abpfiff war nach einem Rundruf schnell klar: „Wir treffen uns im Vereinsheim!“ 

„Was da abging, war unglaublich“, erzählte Spielertrainer Alexander Schäffler später. So war es kein Wunder, dass seine Kicker übermüdet den Rasen des Lorenz-Wagner-Stadions betraten, um ihre bedeutungslose Partie gegen die Regionalliga-Rerseve aus Eichstätt zu bestreiten. Umso überraschender war es, was dann folgte: Schon in der ersten Minute brachten sie den Ball durch hohes Pressing in ihren Besitz, ihr Mittelfeldlenker Dominik Pöllner sah, dass Torjäger Maximilian Kreitmair viel Luft um sich herum hatte. Der Stürmer trickste noch den heraneilenden Eichstätter Bastian Bösl aus und hämmerte die Kugel zum 1:0 ins Netz (2.). Doch im Gegenzug zeigte sich, dass es mit der Aufmerksamkeit der Jetzendorfer nicht weit her war: Der völlig frei stehende Valentin Eichlinger ließ TSV-Keeper Dennis Pöllner keine Chance (1:1, 9.). Immerhin blieb die Partie ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste die Kontrolle. Der zweite Treffer fiel schließlich vom Strafstoßpunkt, weil sich ein Jetzendorfer Verteidiger zu ungestüm mit einem Eichstätter beschäftigt hatte. Niklas Walter verwandelte (1:2, 55.), der mittlerweile eingewechselte Jeremy Manhard war noch mit den Fingerspitzen am Ball.

Nach dem Match überreichte BFV-Jurist Josef Eineder Meisterschaftspokal und Siegesurkunde an TSV-Kapitän Martin Öttl. Danach war kein Halten mehr. Die Jungs tanzten, es gab eine Sektdusche und eine Wasserballonschlacht. „Macht heute die Nacht zum Tage“, hatte Schäffler seine Kicker angewiesen – und sie gehorchten.

Am kommenden Samstag müssen die Jetzendorfer ein letztes Mal in dieser Saison ran: Um 14 Uhr drehen sie ihre Ehrenrunde beim FC Schwabing. Einen Wunsch Richtung BFV äußerten die Jetzendorfer schon jetzt: „Lasst uns in der kommenden Spielzeit bitte in der Südoststaffel spielen!“

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