Der Südwest-Landesligist TSV Jetzendorf überwintert als Vorletzter.

Ein harter Fußball-Herbst

Stefan Kellner
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Sorgte für den letzten Punkt vor der Winterpause: Stefan Kellner

Immerhin endete der Corona-Herbst mit einem Punkt. Am 18. Oktober trennte sich der TSV Jetzendorf vom SV Mering mit einem 2:2 (1:1).

Stefan Kellner hatte in der Nachspielzeit den wichtigen Ausgleich vom Elfmeterpunkt aus erzielt. Dass es die letzte Partie des Fußballjahres 2020 sein würde, hatte damals niemand gedacht. Auch nicht Spielertrainer Alexander Schäffler und sein Kompagnon Martin Schröder.

Dass die Ilmtaler zum Auftakt der harten Herbstrunde zum heimstarken SV Egg/Günz mussten und knapp mit 0:1 verloren, tat zwar weh, überraschte aber weder Fans noch Verantwortliche. Ebenso wenig die Niederlage beim überragenden Tabellenführer FC Gundelfingen. Das klare 0:6 ging dann aber doch an die Nieren. Richtig ärgerlich war jedoch das folgende 0:1 beim Abstiegskonkurrenten SC Olching. Ein Freistoß kurz vor der Pause entschied die Partie – es war der erste Schuss der Olchinger auf den Kasten von Dominik Pöllner. Schäffler schüttelte später den Kopf: „Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft.“ Im Gespräch mit der Dachauer Rundschau meinte der Indersdorfer aber auch: „Leider stehen wir zu Recht auf einem Abstiegsplatz. Wir konnten zwar oft mit den Gegnern mithalten, haben dann aber in den entscheidenden Situationen vorne das Tor nicht gemacht oder hinten nicht aufgepasst. Die Tabelle lügt nach so vielen Spielen nicht.“

Die Flinte ins Korn werfen, will der Indersdorfer aber dennoch nicht. „Wer die Jungs und mich kennt, weiß, dass wir bis zur letzten Sekunde fighten werden.“ Vermutlich müssen die Ilmtaler die Mehrzahl ihrer verbleibenden sieben Spiele gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.

Der TSV Jetzendorf hat als Tabellen-17. zwar nur 24 Zähler auf dem Konto, der SC Olching (16./25) und der VfB Durach (15./25) haben aber auch nur ein Pünktchen mehr ergattert. Allerdings haben die Kicker vom Landkreisrand schon 27 Partien absolviert, die Olchinger indes zwei und die Duracher gar drei Partien weniger. Doch dass die Konkurrenten im Frühjahr plötzlich eine Siegesserie hinlegen, das glaubt kein Jetzendorfer.

„Wir werden uns in der langen Winterpause zusammensetzen und die Lage analysieren. Auch mit Blick auf die nächste Saison“, kündigt Schäffler an.

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