Jokertor lässt die Eintracht Karlsfeld jubeln

Lorenzo Kehl
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Treffsicherer Eintracht-Joker: Lorenzo Kehl.

Die Karlsfelder hohlen nächsten Dreier und sind alleiniger Tabellenführer dank eines späten Treffers von Lorenzo Kehl.

Eigentlich sah schon alles nach einem torlosen Unentschieden zwischen dem Landesliga-Tabellenführer TSV Eintracht Karlsfeld und seinem Gast, dem TSV Grünwald, aus. Da schickten die Karlsfelder Trainer Jochen Jaschke und Sebastian Stangl den 20-jährigen Lorenzo Kehl auf den Rasen (79.). Ein junger Mann, der erst am Sonntag für die zweite Mannschaft der Eintracht in Weichs gewirbelt hatte. Vier Minuten später machte Kehl das entscheidende Tor (1:0, 83.). Die lange Zeit dominanten Grünwalder waren geschlagen. Die Karlsfelder Eintracht fuhr ihren vierten Sieg im vierten Spiel ein und hat immer noch keinen Gegentreffer eingefangen. Klar, das die Mannschaft die Tabelle anführt.

Dabei hatte es anfänglich gar nicht gut ausgesehen für das Team von Jaschke und Stangl. „Wir waren gar nicht richtig präsent“, analysiert Jaschke, „die Grünwalder hingegen brannten von Anfang an.“ Es war wieder einmal Tormann Dominik Krüger, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Etwa als Grünwalds kickender Co-Trainer, der Ex-Profi Alexander Buch (früher Haching, Ingolstadt, Regensburg) allein vor Krüger auftauchte (15.). Oder als Angreifer Alexander Stapf einem Karlsfelder das Leder abluchste und den Eintracht-Keeper mit einem Fernschuss prüfte (35.). Etwa zu diesem Zeitpunkt stellten die Eintracht-Vorturner von einem 3-4-3 auf eine Viererkette um. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Vor allem in der zweiten Hälfte. Jaschke lobt: „Wir standen jetzt viel besser und ließen praktisch keine gegnerischen Chancen mehr zu.“ Mit einem Remis wären die Karlsfelder wohl zufrieden gewesen. Dann kam Kehl, „einer unserer jungen Wilden“, schmunzelt Jaschke. Sein erster Schussversuch im Strafraumgewühl wurde noch geblockt. Das Leder sprang Tim Duchale vor die Füße. Der schob es wieder zu Kehl. Gleich darauf jubelte der Schütze, seine Kameraden und die Karlsfelder Bank.

„Ein Sieg ist natürlich besser als ein Unentschieden“, sagt Jaschke mit einem Augenzwinkern und setzt hinzu: „Genau diese Effizienz ist es, die uns zurzeit auszeichnet.“

Am Freitag Abend müssen die Karlsfelder (12 Punkte) zum heimstarken Siebten SV Erlbach (7) fahren (20 Uhr).

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