Als Nummer Eins in einen langen Winter

Die Spieler der Karlsfelder Eintracht visieren weiterhin die Bayernliga an.

Spieler der TSV Eintracht Karlsfeld
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Als Nummer eins in die Winterpause – die Karlsfelder Leistungsträger (von links): Dominik Pöhlmann, Martin Schön, Pascal Sattelberger (oben), Marko Juric und Kubilay Celik.

Am vergangenen Montag Abend beschloss der BFV offiziell, das Fußballjahr 2020 vorzeitig zu beenden. Überraschend kam das nicht, es ist die logische Folge des aktuellen Pandemiegeschehens. 

Für den Landesligisten TSV Eintracht Karlsfeld heißt das: Der Verein überwintert erneut auf Platz eins – wie schon vor zwölf Monaten.

Doch in der Südost-Liga geht es denkbar knapp zu: Die Karlsfelder (28 Spiele/52 Punkte) liegen in den kommenden Monaten nur deswegen vor dem VfB Hallbergmoos (27/52), weil sie im direkten Vergleich zwei Auswärtstore mehr geschossen haben als der Flughafen-Verein. Auf Platz drei rangiert der VfL Erbach (25/47), der allerdings drei Spiele weniger als die Eintracht hinter sich gebracht hat – und damit die Chance, mit zwei oder drei Siegen an den beiden Führenden vorbei zu ziehen.

„Unser Ziel lautete, dass wir auf einem Spitzenplatz in die Winterpause gehen“, erklärte Eintracht-Coach Jochen Jaschke der Dachauer Rundschau, auch im Namen seines Trainerkollegen Sebastian Stangl. Das Ziel ist erreicht. Doch insgeheim dürften sich die beiden Fußballlehrer immer noch über die 1:2-Heimniederlage gegen die SpVgg Landshut ärgern – eine Partie, bei der die Karlsfelder vor der Pause Chancen für zwei Spiele liegen ließen und in der Schlussphase einen sicher geglaubten Sieg noch zu verdaddeln. „Bei uns ist der Wurm drin“, schüttelte Stangl hinterher den Kopf. Umso beeindruckender war dann eine Woche später das 5:2-Comeback beim FC Unterföhring, ebenso wie das anschließende 5:1 im Derby gegen den ASV Dachau. Ebenfalls überraschend war es, wie gut das Team den Weggang ihres erfolgreichsten Torjägers und Vorbereiters Andre Gasteiger weggesteckt hat.

Der Südtiroler hatte bekanntlich seine Chance beim FC Pipinsried gesucht, kam dann aber nicht so zum Zuge wie erhofft. Bei seinem Heimatklub ASV Stegen (ein Ortsteil von Bruneck) ist er schon seit dem 22. Oktober als Neuzugang vermerkt.

Dafür blühte Martin Schön (vier Toren/drei Vorlagen) in den Corona-Spielen umso mehr auf, ebenso Kapitän Michael Dietl (2/3) oder auch der neue Kopf der Mannschaft, Pascal Sattelberger (3/2). „Wir haben so viele gute Offensivleute“, lobte Jaschke kürzlich und meinte damit auch Burkibar Cissé, Kubilay Celik und Fitim Raqi sowie torgefährliche Mittelfeldakteure wie Marko Juric, Philip Lorber und Dominik Pöhlmann.

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